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rpi Newsletter Sekundarstufe II
Ausgabe 5 / Juni 2018
EDITORIAL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

für die meisten von Ihnen und Euch neigt sich die diesjährige Abiturphase dem Ende zu. Wir hoffen, Sie haben ermutigende Erfahrungen gemacht (oder machen sie noch in den kommenden Tagen) und konnten auch mit den Belastungen und Herausforderungen gut umgehen.  Danke für Ihr und eurer vielfältiges Engagement für das Fach Religion – und damit natürlich für die jungen Menschen, die wir begleiten.

Im Folgenden finden Sie einige Informationen, Veranstaltungshinweise, Themen und Tipps den RU in der Oberstufe. Wir hoffen, dass manches davon hilfreich und anregend ist. Wir würden uns freuen, wenn wir uns bei der einen oder anderen Veranstaltung im nächsten Halbjahr begegnen!

Ihnen nun einen guten Abschluss des laufenden Schuljahrs und erholsame, erfrischende Sommerferien!

Ihre/Eure
Dr. Jochen Walldorf
Christian Marker



INHALT


1. Rückblick

Noch nicht lange zurück liegt die Konferenz für Fachsprecher/-innen Gymnasium/Sek II (Süd) im April in Arnoldshain (Taunus). Neben einem Erfahrungsaustausch zur Situation des RU an den Schulen ging es u.a. um die Aufgabenformate im schriftlichen Abitur 2018 und um die konfessionelle Kooperation, die seit dem Bischofswort im Dez. 2016 neuen Aufwind bekommen hat.

Schwerpunktthema der Konferenz war jedoch das „Theologisieren mit Jugendlichen“. Dazu haben wir wertvolle und praxisnahe Impulse von Prof. Hartmut Rupp erhalten, der bis zu seiner Pensionierung Direktor des RPI der Ev. Kirche in Baden war. Er hat sich in seinen Überlegungen an der bekannten Dreiteilung orientiert: Theologie von Jugendlichen – Theologie mit Jugendlichen – Theologie für Jugendliche. Gerade in der Oberstufe ist es elementar, die Jugendlichen als theologische Subjekte wahr- und ernst zu nehmen, Raum für theologische Gespräche zu schaffen, aber auch weiterführende theologische Impulse einzubringen.

Materialhinweis: Der „Loccumer Pelikan“ hat sich in seiner Ausgabe 4/2012 dem Thema „Kinder- und Jugendtheologie“ gewidmet, sie findet sich als PDF im Internet:
http://www.rpi-loccum.de/material/pelikan  (siehe dort das Heftarchiv). 

Daneben hatten wir im Februar zwei Abitur-Trainings, die Impulse für mündliche Abiturprüfungen (Gesprächsführung, geeignete Texte, Aufgabenformate, Bewertung) vermittelten, sowie eine Reihe von regionalen Studiennachmittagen oder Studientagen insbesondere zur neuen Q2 und Q3.

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2. Ausblick auf kommende Veranstaltungen

Die zweite Fachsprecherkonferenz 2018, die stärker auf die nördliche Region Hessens zielt, findet am 20./21. September in Marburg statt. Mit dem Thema werden Fragen einer politischen Religionspädagogik aufgegriffen: „Zur politischen Dimension des RU angesichts von Rechtspopulismus und Fremdenhass“. Referent ist Matthias Blöser, zurzeit als Projektreferent „Demokratie stärken“ im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN tätig. Herzliche Einladung – natürlich auch für Kolleginnen und Kollegen aus dem südliche(re)n Hessen!

Nach den Herbstferien finden wieder die jährlichen fachdidaktischen Seminare statt, die sich mit jeweils einem Kurshalbjahr der Oberstufe befassen – diesmal mit der „neuen Q3“, die nach den Sommerferien erstmals in dieser Form unterrichtet wird: „Christliche Menschenbilder und Ethik“. Die Termine für die beiden Tagungen sind der 15.-17.10. (Schmitten-Arnoldshain/Taunus) und der 24.-26.10. (Bonifatiushaus/Fulda). Als Referent angefragt ist Michael Roth, Professor für Systematische Theologie an der Universität Mainz, zum Thema „Woher weiß ich, was gutes Handeln ist? Christliche Ethik vor den Herausforderungen der Gegenwart“.  Daneben gibt es unterrichtsbezogene Workshops sowie Arbeitsgruppen, die gemeinsam Ideen und Materialien für einzelne Unterrichtsphasen des Halbjahres entwickeln. Ebenfalls herzliche Einladung!

Außerdem finden wieder  regionale Studiennachmittage statt (diesmal z.B. zur neuen Q4: „Kirche und Christsein im globalen Kontext“), Informationen dazu finden Sie u.a. in den Regionalprogrammen der verschiedenen RPI-Regionalstellen.

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3. Religionsunterricht in der Oberstufe: zwei- oder dreistündig?

Immer wieder wird dieses Thema in unseren Fortbildungen angesprochen. Es ist zweifellos eine Herausforderung, die vorgegebenen Inhalte und Kompetenzen des KCGO in einem zweistündigen Kurs zu vermitteln, zumal sich aus schulinternen Gründen die Unterrichtszeit häufig nochmals

Wie sieht die rechtliche Situation aus? Laut der Oberstufen- und Abiturverordnung des Landes Hessen (OAVO) ist es der jeweiligen Schulleitung überlassen, ob die Fächer Kunst, Musik und Religion/Ethik zwei- oder dreistündig unterrichtet werden. Bei allen anderen Fächern ist der dreistündige Unterricht im Grundkurs vorgegeben.

Das bedeutet: Es lohnt, sich in der eigenen Schule für einen dreistündigen RU in der Oberstufe einzusetzen, mit Argumenten und einer gewissen Beharrlichkeit. Solche Argumente können z.B. die Gleichbehandlung des  Fachs Religion/Ethik mit anderen vergleichbaren Fächern (PoWi, Geschichte) oder die Notwendigkeit, Schüler/innen gut auf das Landesabitur vorzubereiten, sein.  Nicht unwichtig ist auch der Hinweis auf die zahlenmäßig oft großen Lerngruppen im RU (was den Arbeitsaufwand für die Lehrkräfte zusätzlich erhöht) und die Verpflichtung auf zwei Klausuren (wie in dreistündigen Grundkursen).

Genaue Zahlen zum zwei- bzw. dreistündigen RU liegen uns nicht vor, insgesamt dürfte es etwas mehr zweistündige als dreistündige Kurse geben. An einzelnen Schulen beschränkt sich der dreistündige Unterricht auch auf die Q1 und Q2, was durchaus eine überlegenswert Variante ist.

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4. Materialien

- Der „Materialpool Sek II“ auf der Homepage des RPI wächst langsam, aber stetig. Es lohnt, die Sei-te immer wieder einmal aufzusuchen. Zuletzt wurden auch einige ältere Artikel aus den „Schönberger Heften“ (die ehemalige Zeitschrift des RPI der EKHN) eingestellt.

Zum Materialpool (die Seite wird besser angezeigt, wenn die Lesezeichen nicht aktiv bzw. weggeklickt sind.)

- Im Blick auf die neue Q3 („Christliche Menschenbilder und Ethik“) bietet u.a. die Ausgabe 5/2017 der Zeitschrift „Religion betrifft uns“ mit dem Thema „Selfies – Ausgangspunkt anthropologischer und ethischer Lernprozesse“ frische und gut umsetzbare Impulse.

- Hilfreiche und praxisbezogene Anregungen zum Thema Lernaufgaben im RU der Oberstufe (Lern-prozess-Modell) bietet ein Artikel von Christoph Terno in der jüngsten Ausgabe unserer Zeitschrift RPI-Impulse 2/2018, S. 27-29 – auch online verfügbar über die Homepage des RPI. 

- Eine interessante Serie, die auch Texte für Unterricht und Abitur bieten könnte, wird zurzeit von ZEIT Campus publiziert: „Jung und Gott“. Darin kommen ganz unterschiedliche Themen zur Sprache, z.B. Antisemitismus, Identität, Atheismus, Freikirchen. Lesenswert zum Thema Naturwissen-schaft und Religion, Gottesbeweise etc. ist ein Interview mit dem Theologieprofessor Dirk Evers:
https://www.zeit.de/serie/jung-und-gott
https://www.zeit.de/campus/2018-01/gottesbeweis-glaube-wissen-naturwissenschaft-religion 

- Vorausblick: Da die E2 („Deutungen der Wirklichkeit und die Bibel“) im KCGO die meisten Neue-rungen mit sich bringt, haben wir uns entschieden, dazu ein umfangreiches Materialheft zu erstellen. Darin werden vor allem drei mögliche Kursplanungen incl. Materialseiten vorgestellt (Dam/Walldorf/Reinhard). Das Heft erscheint in der RPI-Reihe „Aus der Praxis – für die Praxis“ und soll im Herbst vorliegen.

- In dieser Reihe ist zuletzt auch das das Heft „Verschiedenheit achten – Gemeinschaft stärken. Ein dialogisches Unterrichtsprojekt“, das ein interessantes Projekt der Klassen 11 in einem Beruflichen Gymnasium dokumentiert. Es kann Impulse u.a. im Bereich des interreligiösen Lernens vermitteln.  Sie finden Infos zum Heft auf unserer Webseite.

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