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rpi Newsletter Konfirmandenarbeit
Ausgabe 14 / September 2019
EDITORIAL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach einem heißen Sommer ist das Jahr in seine zweite Hälfte gestartet und in vielen Gemeinden kommt die Konfi-Arbeit auf Tour. Das ist durchaus wörtlich zu nehmen: Denn vielerorts waren und sind August und September die Hoch-Zeiten der Konfi-Fahrten, sei es als Freizeit, Seminar oder Konfi-Camp (siehe den schönen Bericht  unter 11) oder auch Events wie der Konfi-Cup (--> 7). Auf Hochtour verliefen die vergangenen Monate auch im Blick auf neue Veröffentlichungen, sei es als Materialhefte (3) oder in Form von Praxisbüchern (4). Wenn man noch dazu nimmt, dass sich auch im Digitalen viel bewegt zum Beispiel mit dem Young-Clip-Award (6) und der kommenden KonApp (1), dann wird klar: In der Konfi-Arbeit ist viel los und wir möchten Ihnen helfen, dabei auf dem neuesten Stand zu bleiben.

In diesem Sinn wünschen wir Ihnen alles Gute und Gottes reichen Segen für die laufende Konfi-Zeit!

Herzliche Grüße

Achim Plagentz
achim.plagentz@rpi-ekkw-ekhn.de

Katja Simon

katja.simon@rpi-ekkw-ekhn.de

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INHALT


1. KonApp - Die Smartphone-App für die Konfi-Arbeit

Nun ist es bald so weit: Die KonApp geht an den Start! Mit der App, die von der Deutschen Bibelgesellschaft zusammen mit Fachleuten für die Konfi-Arbeit entwickelt wurde, soll der Kontakt mit den Konfis auf eine neue Stufe gehoben werden. Neben der Organisation von Terminen bietet die App viele Möglichkeiten für die Konfi-Arbeit, da es mit ihr einfacher wird, gemeinsame Inhalte zu teilen und über den Gruppenchat Diskussionen anzuregen. Mindestens für ein Jahr wird die KonApp kostenfrei zur Verfügung gestellt. Voraussichtlich ab Anfang 2021 wird die Vollversion der Basis-Bibel hinzugefügt.

Um sich auf die Arbeit mit der KonApp vorzubereiten hat die Bibelgesellschaft eine Power-Point-Präsentationzur Verfügung gestellt. Wir informieren, sobald die KonApp in den Stores (Android + iOS) verfügbar ist.

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2. Konfis und KV-Wahl in der EKKW

Im September werden in der EKKW die  Kirchenvorstände neu gewählt. In Anlehnung an die Vorschläge aus der Broschüre "Kirche aus unserer Sicht"  haben wir einen Entwurf für die Konfi-Arbeit erstellt: Was ist eigentlich ein Kirchenvorstand? Was braucht es für Begabungen? Wie soll Kirche gestaltet werden? Das sind die Fragen, mit denen sich die Konfis kreativ beschäftigen. Der Entwurf "Gerade jetzt - Dein Kreuz zählt" findet sich im neuen Heft der RPI-Impulse zum Thema: "Da bin ich mit dabei. Zur politischen Aufgabe der religiösen Bildung". Auf der Web-Seite des Heftes befinden sich auch die Materialseiten unseres Entwurfs.

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3. Neue Praxishefte zu Tod und Leben und zu Geboten

Über den Sommer sind mehrere neue Praxismaterialien erschienen.

Das neue Heft KU-Praxis 64 hat den Titel "Tod und Leben" und zielt darauf, den Zusammenhang von Tod und Auferstehung in vielfältigen kreativen Zugängen zu erschließen. Katja Simon stellt das Heft hier vor.

Die Reihe AnKnüpfen (Baden-Württemberg) hat sich dieses Jahr dem klassischen Thema "Gebote" gewidmet (Besprechung).

Wer mehr erfahren möchte: Beide Hefte werden wir auch in unserer Fortbildungsreihe Praxis Konfirmandenarbeit am 30. Oktober in Marburg vorstellen (weitere Termine in 2020) (Flyer).

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4. Lebensrelevant und gemeindenah - zwei neue Konfi-Kurse

Neben den Praxisheften zu einem Themenschwerpunkt sind im Frühsommer auch noch zwei Bücher mit Entwürfen zu unterschiedlichen Themen der Konfi-Zeit erschienen.

Der Band "Mein Leben und die Bibel" zielt - wie der Titel andeutet - darauf, lebensweltliche Themen der Konfis mit Bezug zu passenden biblischen Textten zu erschließen. Dabei wird mit vielfältigen Methoden besonders aus der Spiel- und Theaterpädagogik gearbeitet. Eine ausführlicher Besprechung findet sich hier.

Das Buch #konfilogin bildet einen kompletten Konfi-Kurs ab, dessen besonderer Schwerpunkt ist, die Konfis aktiv in das Gemeindeleben einzubeziehen. Der Kurs aus einer Gemeinde in Brandenburg besteht aus 15 Konfi-Tagen (Besprechung).

Auch diese Veröffentlichugen werden wir zur Fortbildung "Praxis Konfi-Arbeit" mitbringen.

Alle unsere Buchbesprechungen und Materialhinweise finden Sie hier.

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5. Fachtag Teamarbeit und regionale Kooperation

Nicht nur die Zahl der Gemeinden steigt, in denen (meist jugendliche) Teamer mitarbeiten. Auch die Zahl der Gemeinden steigt, die in der Konfi-Arbeit mit Nachbargemeinden kooperieren. Die Modelle dafür sind vielfältig und häufig sehr individuell entwickelt. Dabei treten aber immer auch Fragen auf, die über den Einzelfall hinausgehen. Wie gelingt eine gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen? Wie funktioniert das Arbeiten auf Augenhöhe verschiedener kirchlicher Berufe? Worauf ist zu achten, wenn Pfarrer*innen miteinander im Team arbeiten? Und welche Formen der Zusammenarbeit zwischen mehren Gemeinden sind möglich? Was sollte getrennt bleiben?

Zu diesen Fragen veranstaltet die Arbeitsfeldkonferenz Konfi-Arbeit der EKHN dieses Jahr ihren Fachtag. Die Veranstaltung zielt auf Multiplikatoren in der Konfi-Arbeit aber auch auf alle, die mit diesem Thema zu tun haben, sich Anregungen und Klärungen für die eigene Teamarbeit und Kooperation wünschen und dabei gerne über den Tellerrand der eigenen Praxis hinausschauen.
Der Fachtag beginnt mit einem Input aus dem Feld der Gemeindeberatung. Am Nachmittag wird es dann Workshops in Form eines "Bar-Camp" geben. Das bedeutet, dass es kein vorgegebenes Workshop-Angebot gibt. Statt dessen können die Teilnehmenden auf dem Fachtag Workshops anbieten - entweder ein Bericht aus der eigenen Praxis, oder ein Diskussionsthema, einen Beratungsfall, ein Handwerkszeug oder was immer sonst man zu dem Thema einbringen möchte. Das Interesse der Teilnehmenden entscheidet dann darüber, welche Workshops zu stande kommen.

Infos zum Fachtag "Konfi-Arbeit im Team und in regionaler Kooperation" (Anmeldung).

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6. Young-Clip-Award: Anschauen und Mitmachen

Mit einem dynamischen Videoclip hat die Konfi-Gruppe aus Wöllstadt (Wetterau) im Juli den ersten Platz belegt. Zum Thema „Was gönn’ ich mir? Schule, Freunde, Job, Freizeit" haben die Konfis eine Runde "Wahrheit oder Pflicht" gespielt und Beispiele gefunden, wie Gutes tun für sich selbst und für andere gut zusammenpassen kann (zum Video).

Mit einer ruhigeren aber nicht weniger eindrucksvollen Bildsprache haben die Gewinner des Juni-Themas ("Ist da jemand? Wer hilft bei Krisen") den Psalm 23 in Szene gesetzt und in ihre Lebenswelt übersetzt. Mit einem Schattenspiel inszenieren sie zunächst den biblischen Psalm um ihn in einem zweiten Durchgang in die Welt des Sports zu übersetzen. Sehenswert! (zum Video).
Auch dies war übrigens eine Konfi-Gruppe (Talkirchengemeinde Eppstein) - woran man sieht: Der Young-Clip-Award ist besonders gut für Konfi-Gruppen geeignet. Da die kommenden Monatsthemen bereits im Voraus ausgeschrieben werden, lässt sich eine eigene Teilnahme auch gut einplanen. Die kommenden Themen sind bereits bekannt gegeben, so dass Sie gut in das Konfi-Jahr eingeplant werden können:
"Video for Future - Klimaschutz geht uns alle an!" (Oktober), einsenden bis spätestens 5. Oktober 2019 (verlängert!),
"#werbinich - Von Selbstfindung und Zweifel“ (bis 15.10.),
„Weihnachten? Geschenkt! Alle Jahre wieder...“ (bis 15.11.),
„Mein Traum vom Leben! No limits." (bis 15.12.),
"Auf Wiedersehen - Vom Abschiednehmen und zurückbleiben" (bis 15. Januar 2020),
"Game on und Real life? Wie das Leben so spielt..." (bis 15.02.20),
"Wäre ich Gott! Einmal allmächtig" (bis 15.03.20)
"Alles Liebe oder was? Vom Lieben, Verlieben und Verlieren" (bis 15.04.20).
(Weitere Stichworte zu den Themen hier).

Wer für die Videoproduktion noch Unterstützung braucht oder Fragen hat, kann sich an das Team der Videocoaches richten.

Selbst einen Videoclip zu produzieren ist aber nicht die einzige Möglichkeit, den Young-Clip-Award in der Konfi-Zeit zu nutzen. Man kann sich die Beiträge auch mit der Gruppe ansehen, um Anregungen zu Themen der Konfi-Zeit zu bekommen. Und wem die Videos der Monatssieger dazu nicht reichen, kann immer auch alle eingereichten Beiträge durchsehen (hier auf dem Youtube-Kanal des Wettbewerbs).
Und das besondere: Die eigene Konfi-Gruppe kann auch über die Monatssieger mitbestimmen: Wer sich dort die aktuellen Videos (jetzt zum Thema: "Gut drauf! Was macht mich glücklich") ansieht, kann mit dem "Gefällt--mir-Button" auch für den Clip stimmen!

Alle infos rund um den Wettbewerb, insbesondere zu den Teilnahmebedingungen, Preisen und Unterstützung:  https://youngclip.de/

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7. Konfi-Cup: Hasselroth gewinnt in EKKW

Ein tolles Finale!
180 Konfis, 60 Begleitende, 11 Mannschaften, 32 Spiele. So sehen sie aus, die Zahlen zum fair und spannend gestalteten Finale des „KonfiCups“ der EKKW. Der Tag an der Melanchthon-Schule Steinatal begann um 12:30 Uhr mit einer Kurzandacht von Pfarrerin Katja Simon vom Religionspädagogischen Institut (RPI). In der Andacht zitierte sie die Hymne des FC Liverpool und Bibelworte mit der Botschaft: „Gott liebt sicher auch den Fußball. Denn Gott liebt uns mit unseren Stärken, aber weicht uns in unseren Niederlagen nicht von der Seite.“ Im Anschluss begannen die ersten Spiele; Eltern feuerten an, Pfarrer*innen liefen zu ehrgeizigen Hochtouren auf und die hochmotivierten Konfis spielten um den Einzug in das landesweite Finale der EKD in Köln. Die Stimmung war ausgelassen, die Schiedsrichter begleiteten die Spiele mit großer Freude. Der Abiturjahrgang 2020 verkaufte mit der Unterstützung  von Walther Musack ohne Unterlass Bratwurst und Getränke und Julian Schnaubelt umrahmte die Veranstaltung als Moderator und Spielleiter. Das DRK war ebenfalls mit von der Partie und versorgte alle größeren und kleineren Verletzungen sorgfältig.
Nach Elfmeterschießen belegte Hofgeismar den 3. Platz, hinter Gemünden auf dem Zweiten. Als Siegermannschaft ging Hasselroth hervor, ebenfalls nach Elfmeterschießen mit 3:2.
Die Siegermannschaft der Herzen kam aus Neukirchen, das ganz in der Nähe der Melanchthon-Schule liegt: Eine reine Mädchenmannschaft kämpfte sich durch alle Spiele und gewann die Sympathien der Anwesenden wegen ihres Durchhaltens und ihrer Spielfreude.
Es war ein gelungener Tag!
Alle Spielergebnisse zum Nachlesen (pdf)

Der Konfi-Cup der EKHN findet am 21. September in Buchenau statt (Infos).

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8. Konfessionslose (auch) in der Konfi-Arbeit?

Wie andere kirchliche Arbeitsbereiche wird auch in der Konfi-Arbeit die Begegnung mit konfessionslosen Jugendlichen und solchen mit geringer kirchlicher Prägung häufiger. Während die Frage, wie Konfessionslose durch die Konfi-Arbeit angesprochen werden könnten (oder sollten?) noch relativ neu ist, wird die Präsenz von Jugendlichen, die Kirche und Glauben eher "indifferent" gegenüberstehen schon länger als Herausforderung der Konfi-Arbeit begriffen.
Ein neues Arbeitspapier der Bildungskammer der EKKW beschäftigt sich nun mit kirchlicher Bildungsarbeit angesichts von zunehmender Konfessionslosigkeit. Unter dem Titel "Verbindungen knüpfen - Bindungen stärken" beschreibt die Broschüre die Lage bei der Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen - darunter auf vier Seiten auch im Bereich Konfi-Arbeit. Das Papier ist als Anregung gedacht, im eigenen Bereich - zum Beispiel der kirchengemeindlichen Arbeit - über den Kontakt zu Konfessionslosen und zu Menschen mit geringer "konfessioneller" Bindung ins Gespräch zu kommen. So könnte zum Beispiel der Kirchenvorstand darüber beraten, wie auf die zunehmende Konfessionslosigkeit eingegangen werden kann - zum Beispiel auch im Rahmen der Konfi-Arbeit, die ja neben den Konfis selbst immer auch ihr familiäres Umfeld mit betrifft.
Das Arbeitspapier kann gedruckt beim Bildungsdezernat bestellt werden (Mail).
Als Kurzfassung sind die Thesen des Arbeitspapiers auch als Falt-Flyer veröffentlicht worden (Download).
Das Thema (und das Papier) wird auch Gegenstand einer Tagung des Evangelischen Studienseminars Hofgeismar am 1.-2. November. Hier wird Gelegenheit sein, in einem Workshop auch über die Folgen für die Konfi-Arbeit zu diskutieren  (Info und Anmeldung). 

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9. Konfis aus Hessen auf KonfiCamp Wittenberg

Das Konfi-Camp Trust&Try in Wittenberg hat sich inzwischhen etabliert. Dieses Jahr fanden 3 Camps statt, die auch von Konfi-Gruppen aus EKKW und EKHN gut besucht waren. Als Beispiel hierfür folgender Bericht von  Judith Czaplok (Bad Soden-Salmünster):

 

Alltag ade – Konfirmanden aus Schlüchtern, Kalbach und Bad Soden-Salmünster erlebten (nicht nur) die Lutherstadt Wittenberg

Konfi-Camp mit 85 Jugendlichen

Mitte August war es wieder so weit: Die Konfirmanden aus den Kirchengemeinden Schlüchtern, Bad Soden-Salmünster und der Lukasgemeinde Kalbach fuhren wie vor zwei Jahren zum Konfi-Camp nach Wittenberg. Zwei Busse mit insgesamt 85 Jugendlichen machten sich auf in die Lutherstadt ca. 400 km nordöstlich von hier.

Dort erlebten sie zusammen mit 500 Konfirmandinnen und Konfirmanden aus ganz Deutschland einen etwas „anderen“ Konfirmandenunterricht. In Wittenberg wohnten die Jugendlichen in einer großen „Zeltstadt“. Das diesjährige Motto lautete: „Suche Frieden und jage ihm nach!“ Entsprechend trugen die Zeltdörfer den Namen „Frieden“ in unterschiedlichen Sprachen. Die Jugendlichen waren im Zeltdorf „La Paz“ untergebracht und wurden von den Pfarrer*innen und Konfi-Teamern aus den beteiligten Gemeinden unterstützt.

Vormittags fanden Arbeitsgruppen zum Thema „Frieden stiften“ statt, am Nachmittag konnten die Konfirmanden verschiedene Workshops besuchen oder sich bei „Bubble Soccer“, Jonglage, Riesenrutsche oder „Slacklining“ sportlich betätigen. Am zweiten Camptag stand eine Besichtigungstour in die Lutherstadt auf dem Programm. Der Abschluss des Ausflugs war eine Andacht in der Schlosskirche mit der berühmten Tür des Thesenanschlags. Das Camp ist wie ein kleines Dorf aufgebaut, es gibt ein Veranstaltungs- und Essenszelt, eine Zeltkirche, einen „Dom“ und eine Stille-Kirche, einige Workshopzelte und natürlich ausreichend Sanitäranlagen. Die Konfis übernachteten in Zelten mit bis zu 12 Schlafplätzen. Besonders wichtig war beim Konfi-Camp das gemeinsame Leben, viele Gespräche, gemeinsames Singen, Spiel, Sport und Spaß. Natürlich durfte ein tolles Abendprogramm mit Galaabend und Disco nicht fehlen.

Vormerken: KonfiCamp Wittenberg 2020!
Auch in 2020 wird es wieder drei Camps in Wittenberg geben: in den Wochen vom 05.-30.08.2020.
Weitere Infos   Video

 

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10. Zukunftsfähige Konfi-Arbeit? Bilanz der bundesweiten Studie

Der zwölfte Band der Reihe zur bundesweiten Studie zur Konfi-Arbeit zieht Bilanz und blickt anhand von Themenfeldern wie Teamarbeit, Hauptverantwortliche, Kirchenbindung und vielem mehr auf die Herausforderungen und Perspektiven der gegenwärtigen Konfi-Arbeit.
Ausführliche Buchbesprechung

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11. Lernort Bibelhaus-Erlebnismuseum: #heilig - Wie Jugendliche Gott und die Welt sehen

Eine Auswahl von kreativen, innovativen und überraschenden Beiträgen des hessischen Bibelwettbewerbs #heilig zeigt das Frankfurter Bibelhaus Erlebnismuseum in einer Sonderausstellung vom 14. August bis 22. Dezember 2019. Unter dem Titel #heilig ... wie wir Gott und die Welt sehen sind rund 40 Arbeiten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu sehen, darunter die prämierten Beträge des Wettbewerbs. Schirmherr ist der Hessische Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.
In der Bibel wird das heilig genannt, was zu Gott gehört. Etwas aus dieser Welt kann durch die Verbindung zu ihm heilig werden – ob das ein Ort, ein Gegenstand oder eine Person ist. Im Gegensatz dazu zeigt ein Hashtag wie #Freunde, #Leben, #Liebe, #Bundesliga, #Topmodel, #DSDS, was Menschen heute wichtig oder sogar heilig ist.
Am Landeswettbewerb #heilig haben sich mehr als 2000 junge Menschen im Alter von 6 Jahren bis 22 Jahren mit rund 210 Beiträgen beteiligt. Veranstaltet hat den Wettbewerb die ökumenische Stiftung Bibel und Kultur in Kooperation mit den Kirchen in Hessen, dem Kultusministerium und den evangelischen Bibelgesellschaften in Hessen. Am 14. Juni wurden bei einem Abschlussfest in der Frankfurter Paulskirche insgesamt 16 erste, zweite und dritte Preise in vier Altersgruppen von unter 10 bis über 18 Jahren vergeben.
Den Teilnehmenden war die Form ihres Beitrags freigestellt. Entsprechend vielfältig sind die Ergebnisse. Unter den ausgestellten Arbeiten sind unter anderem audiovisuelle und Print-Medien, Spiele,Plastiken und Silberschmiedearbeiten. Dabei haben die Schülerinnen und Schüler zum Beispiel Themen wie die Schöpfung, die Zehn Gebote und neutestamentliche Wundererzählungen aufgegriffen. Sie schlagen in diesen Arbeiten den Bogen von der biblischen Welt zur digitalen Gegenwart.
Weitere Infos

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12. Kommende Veranstaltungen des RPI zur Konfirmandenarbeit

25.09.2019, Frankfurt
Konfi-Arbeit im Team und in regionaler Kooperation
Fachtag Konfirmandenarbeit
Info und Anmeldung

24.10.-25.10.2019, Bad Soden-Salmünster
Meine Ziele, meine Formen in der Konfi-Arbeit
Konzeptentwicklung konkret,
Modul 1
Info und Anmeldung

30.10.2019, Marburg
Praxis Konfi-Arbeit
Neue Entwürfe - Bewährte Methoden
Flyer
Info und Anmeldung

15.11.2019, Kassel
»Wie komme ich hier raus?« Escape Room in der Konfi-Arbeit. Praxistag
Flyer
Info und Anmeldung

28.11.2019, Mainz
Filme in der Konfi-Arbeit
Info und Anmeldung

03.02.-07.02.2020 (NEUER TERMIN!), Hofheim
Grundkurs Bibliolog - in der Konfi-Arbeit und anderswo
Info und Anmeldung

19.-21.02.2020; Bad Soden-Salmünster
Meine Jahresplanung in der Konfi-Arbeit
Konzeptentwicklung konkret,
Modul 2
Infos und Anmeldung

Nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten zu den Fortbildungen auf unserer Webseite (zum Beispiel mit dem Suchbegriff "konfi" oder in der "Erweiterten Suche": Querschnittsbereich Konfirmandenarbeit).

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13. Zu guter Letzt: …im Herbst mit Konfirmandengruppen mal ins Kino gehen! Zwingli – Der Reformator

In der Schweiz wird in diesem Jahr an den Reformator erinnert, der vor 500 Jahren sein Wirken in Zürich begann. Ein neuer Spielfim beleuchtet das Leben Ulrich Zwinglis.

Zürich im Jahr 1519. Die junge Witwe Anna Reinhart muss drei Kinder groß ziehen. Sie lebt in Armut und fürchtet sich vor der Zukunft. In dieser Zeit kommt Zwingli in der Stadt an: Der junge Priester Huldrich Zwingli tritt seine neue Stelle am Zürcher Großmünster an und entfacht mit seinen Predigten gegen die Missstände der katholischen Kirche heftige Diskussionen.

Der Film konzentriert sich auf die wesentlichen Themen und Ereignisse rund um die Reformation in Zürich: Den neuen Umgang mit der Bibel als alleiniger Quelle von Glauben und Leben, das Fastenbrechen im Hause Froschauer, die Zürcher Disputation und die Spannungen mit dem Bischof von Konstanz, der Bildersturm und die unheilvolle Auseinandersetzung mit den Täufern und der Tauffrage bis zum Ertränken von Felix Manz. Einen breiten Raum nimmt die Liebe zu Anna Reinhart (Sarah Sophia Meyer) ein. Die Themen Sex und Gewalt sind ebenfalls präsent, werden aber nicht populistisch eingesetzt. Auch die Übersetzungsarbeit für die Zürcher Bibel wird gezeigt, mit einer Diskussion über die beste Übersetzung des ersten Verses im Johannes-Evangelium.

Einen hohen Stellenwert nehmen die von Zwingli (gespielt von Max Simonischek) initiierten sozialen Reformen ein. Der Film-Zwingli kümmert sich persönlich um Arme, Pest-Erkrankte und Randständige. Mit dem Verkauf von Kirchen- und Klosterschätzen werden Suppenküchen, Krankenhilfe und Ausbildung von armen Kindern finanziert. Hier sind die ersten Schritte zum Sozialstaat sichtbar. Wie weit weg davon die Zürcher Verhältnisse trotzdem waren, zeigt der Film, wenn er nach dem Tod Zwinglis seine Witwe Anna zusammen mit den Kindern in der Warteschlange der Armenspeisung zeigt.

Zwingli wird nicht als unfehlbarer Held dargestellt, sondern trotz seines Wagemuts sehr menschlich und auch fehlerhaft. Er steht zu seinen Fehlern wie etwa zur Affäre in Einsiedeln, wo er mit einer Prostituierten ein Kind zeugte. In der Auseinandersetzung mit den Täufern findet er keine Lösung und schaut hilflos zu, wie Manz ertränkt wird. Auch der Versuch, sich als Kriegsheld zu beweisen («tut um Gottes Willen etwas Tapferes»), scheitert brutal.

Der Verlauf der Zürcher Reformation hat ihn letztlich – bei allen Erfolgen und Verdiensten – menschlich überfordert. Schön wird dabei auch der dauerpräsente Mitkämpfer und Berater von Zwingli, Leo Jud (Anatole Taubmann), dargestellt. Er ergänzt Zwingli ideal.

Mit 6 Mio Franken ist der Film für Schweizer Verhältnisse eine Großproduktion. Der Film überzeugt handwerklich, so Thomas Ribi von der Neuen Zürcher Zeitung. Solide gedreht entstand ein Biopic mit allem, was dazu gehört: Fakten und Zusammenhänge. Man sieht einen tapferen Priester, einen Ehemann, zärtlichen Vater und Freund des Bürgermeisters. Ein Gefährte Zwinglis wird in der Limmat ertränkt und ein anderer bei lebendigem Leib verbrannt. Ribi schreibt: „Es taucht ein verspielter Charme auf, von dem man sich mehr gewünscht hätte. Aber leider beschränkt er sich auf Details und Nebenfiguren. Die Hauptfiguren bleiben blass, weil man ihnen nicht erlaubte, sich aus dem Korsett dessen zu befreien, was irgendwie als historisch verbürgt gelten kann. Das ist schade, denn Max Simonischek, Anatole Taubman als Zwinglis Vertrauter Leo Jud und Sarah Sophia Meyer als Anna Reinhart sind wunderbare Schauspieler, in denen sich der Kampf um die Reformation als persönliches Drama hätte spiegeln können. Man hätte vielleicht weniger über Zwingli gelernt. Aber mehr über ihn erfahren."

Umfangreiches Unterrichtsmaterial/ Schulmaterial unter: http://www.zwingli-film.com/

Mehr zum Thema "Reformation in der Konfi-Arbeit" auf unserer Themenseite!



rpi der EKKW und EKHN
IMPRESSUM

V.i.s.d.P.:
RELIGIONSPÄDAGOGISCHES INSTITUT
der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Arbeitsbereich Konfirmandenarbeit
Katja Simon
Dr. Achim Plagentz
Rudolf-Bultmann-Straße 4
35039 Marburg
Fon: 06421-969-123
Fax: 06421-969-120
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