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rpi Newsletter
Ausgabe 11 / Dezember 2017
EDITORIAL

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

"Nomen est Omen", so heißt es. Heute vormittag hörte ich im Autoradio einen Kommentar aus der Kirchenredaktion des HR. Der Kommentator plädierte leidenschaftlich dafür, die Bezeichnung "Weihnachtsmärkte" zu ersetzen durch "Winterliche Wohlfühlveranstaltungen". Er begründete dies mit dem Fehlen jeglichen inhaltlichen Bezugs zur christlichen Weihnacht. Er will die "Weihnachtsmärkte" nicht abschaffen. Es macht einfach Spaß, mit Freunden zu bummeln, im kalten Winter einen Glühwein zu trinken, Kinderfreuden zu erleben, und sich selbst an den Lichtern zu erfreuen. Dem einen schmecken die kandierten Früchte, dem anderen die Banane in Schoko und dem dritten die Bratwurst. Nomen est Omen, halt eben kein Weihnachten.

Ein zweites Erlebnis: vergangenes Wochenende luden die Ortsvereine in meinem Wohnort zu einem "Vorweihnachtlichen Hoffest". Neben Modeschauen und verschiedenen Infoständen gab es die obligatorischen kulinarischen Köstlichkeiten und Chormusik mit Weihnachtsliedern. Der Besuch des "Hofmichels" war auf Plakaten angekündigt und würde für die Kinder Geschenke mitbringen. Ich habe keine Ahnung, was die Vereine dazu bewogen hat, anstelle des Weihnachstmannes einen "Hofmichel" loszuschicken. Im besten Falle war es das Datum dieses Hoffestes am Vorabend des Totensonntags. Aber die Gründe spielen zunächst auch keine Rolle. Nomen est Omen.

Zu Zeiten der DDR machten wir uns im Westen lustig über die sogenannte "Jahresendfigur" des deutschen sozialistischen Staates, geboren aus ideologischen Berührungsängsten gegenüber dem Religiösen. Engel haben wir sprachlich zwar noch, auch wenn oft nicht in ihrer biblischen Gestalt, sondern zu esoterischen Zwischenwesen mutiert. Die Debatte in Kitas und Grundschulen, ob es nun ein St.Martins-Umzug oder ein Lichterfest oder gar ein Sonne-Mond-und-Sterne-Fest sei, möchte ich hier gar nicht führen.

Was ist nun besser? Das, was längst seinem christlichen Inhalt verlustigt gegangen ist, weiterhin mit christlichen Namen zu rufen und deshalb froh und munter die "Weihnachts"-Märkte zu besuchen und sich an ihnen zu erfreuen? Oder Namen, Inhalt und Begriff der Weihnacht nicht billig zu verramschen, sondern in Ehren zu halten und alles, was mit dem Fest der Gottesgeburt nichts zu tun hat, auch nicht so zu titulieren und nicht so zu tun, als ob wir noch in einer christlich ausgerichteten Gesellschaft lebten.

Ganz ehrlich? Ich weiß es nicht. Aber ich finde es wichtig, dass zu Weihnachten in möglichst vielen Familien unseres Landes die Geschichte dieser Geburt gelesen, erzählt, gesungen oder gespielt wird. Tun Sie es selber und ermutigen Sie so viele Menschen wie möglich in ihrer Verwandschaft, in Ihrem Freundeskreis, und wo es geht auch im beruflichen Umfeld an Weihnachten die Weihnachtsgeschichte zu lesen. Sie gehört in die Familienfeier an Heilig Abend vor der Bescherung, nicht nur in die Kirche. Sie steht im Lukasevangelium, im zweiten Kapitel und sie beginnt mit den Worten: "Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus aus ging, dass alle Welt geschätzt wurde ..." Nomen est Omen und Worte haben Kraft.

Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest

Ihr Uwe Martini, Direktor RPI

P.S: Dieser Newsletter im Advent ist nicht so umfangreich, wie Sie es von unserem Newsletter gewohnt sind. Er bringt neben den üblichen Praxistipps vor allem zwei wichtige Informationen.
Zum einen die Ausschreibung unserer Studienleiterstelle in Kassel. Wir suchen dort eine Pfarrerin / einen Pfarrer aus EKKW oder EKHN für die regionale Arbeit und dem Schwerpunkt der Sekundarstufe I. Vielleicht haben Sie selbst Interesse oder kennen eine Kollegin / einen Kollegen, für den oder die diese Stelle "passen" würde. Dann geben Sie bitte die Information weiter.  
Zum anderen geht es um den neuen Weiterbildungskurs Ev. Religion zur Erwerb der Fakultas. Vielleicht haben Sie selbst Interesse oder kennen eine Kollegin / einen Kollgen, für die oder den dieses Angebot interessant sein könnte, Dann geben Sie auch diese Information weiter. Vielen Dank!

INHALT
1. Stellenausschreibung im RPI
2. Neuer Weiterbildungskurs Ev. Religion
3. Aktuell: Ditib und der IRU
4. Synode Aktuell: Rechtspopulismus bleibt Herausforderung
5. Neues Material des RPI für die Grundschule
6. RPI Impulse 4 /17: "Über den Religionsunterricht hinaus"
7. Neue Broschüren des RPI
8. Krippenspiele
9. Erklärvideos
10. Fundsachen im Web
11. Mittelalter für junge Leute
12. Neue religionspädagogische Zeitschriften
13. Studienreise Kärnten
14. Digitales
15. Buchtipp
16. Kurhessischer Medienpreis 2018
17. Das neue rpi-virtuell
18. Humor und Absurdes

1. Stellenausschreibung im RPI


- Wir suchen eine/n Studienleiter/in in Kassel

Das Religionspädagogische Institut (RPI) der EKKW und der EKHN sucht zum nächst möglichen Termin eine Pfarrerin bzw. einen Pfarrer als Studienleiterin bzw. als Studienleiter mit Dienstsitz in Kassel.

Das Religionspädagogische Institut (RPI) ist das gemeinsame Institut der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Es hat seine Zentrale in Marburg und neun regionale Arbeitsstellen. Besetzt werden soll eine der beiden 1,0 Studienleitungsstellen in der regionalen Arbeitsstelle in Kassel.

Von der Stelleninhaberin / dem Stelleninhaber wird erwartet, die religionspädagogi-sche Arbeit in der Region zu gestalten und weiter zu entwickeln. Die regionalen Fortbildungsangebote sind auf die Bedürfnisse der Schulen und Kirchengemeinden vor Ort hin abzustimmen. Hierzu bedarf es des Auf- bzw. Ausbaus von Netzwerken. Neben den regionalen Aufgaben übernimmt der Stelleninhaber / die Stelleninhaberin für das Gesamtinstitut die fachliche Verantwortung für das Arbeitsfeld der Sekundarstufe I sowie ggf. weitere zentrale Aufgaben. Neben der fachlichen Zuständigkeit und der Fortbildungstätigkeit wird die Mitwirkung bei der konzeptionellen Weiterentwicklung des Faches Ev. Religion sowie der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Schulen erwartet. Dazu gehören die Zusammenarbeit mit den staatlichen und den kirchlichen Gremien und Einrichtungen in der EKKW und der EKHN.

Zu den Aufgaben gehören insbesondere
- Planung, Durchführung und Auswertung von pädagogisch-theologischen Fortbildungsangeboten,
- Entwicklung von spirituellen Angeboten für Unterrichtende,
- Angebote zur fachdidaktischen und methodischen Qualifizierung für den Religionsunterricht, Unterrichtsbesuche und Mitwirkung bei Prüfungen,
- Einzelberatungen, Beratung von Fachkonferenzen und Fachsprecherinnen / Fachsprechern,
- Beratung von Dekanaten und Kirchengemeinden bei religionspädagogischen Fachfragen,
- Erarbeitung und Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien, Medien und weiteren Veröffentlichungen zu religionspädagogischen Fragen und Themen,
- Wahrnehmung der Zuständigkeit für die Sekundarstufe I für das Gesamtinstitut,
- Bereitschaft zur Übernahme weiterer Aufgaben (u.a. im Bereich Elementarpädagogik).

Bewerben können sich Pfarrerinnen und Pfarrer mit mehrjähriger Unterrichtserfahrung, fundierten theologischen und religionspädagogischen Kenntnissen und Erfahrungen in der Fort- und Weiterbildung.

Erwartet werden insbesondere folgende Fähigkeiten und Qualifikationen:
- Mehrjährige Unterrichtspraxis im Fach Religionsunterricht in der Sekundarstufe I,
- gute Kenntnisse im Bereich Schulpädagogik,
- theologische Reflexionsfähigkeit,
- Erfahrungen in der Lehrerausbildung und / oder -fortbildung,
- Kommunikations-, Organisations- und Kooperationsfähigkeit,
- Beratungskompetenz,
- Mobilität im Zuständigkeitsbereich.

Die Besoldung erfolgt nach Besoldungsgruppe A13 / A14 des Bundesbesoldungs-gesetzes. Pfarrerinnen und Pfarrer der EKHN werden zum Dienst im RPI an die EKKW abgeordnet. Dabei gilt für die Besoldung das Dienstrecht der EKHN.

Die Berufung erfolgt für die Dauer von sieben Jahren mit der Möglichkeit der Wiederbewerbung.

Bewerbungen sind bis zum 15.Januar 2018 zu richten an das RPI der EKKW und der EKHN,
Direktor Uwe Martini
Rudolf-Bultmann-Straße 4
35039 Marburg

Weitere Auskünfte erteilt Direktor Uwe Martini
Telefon: 06421 969 114
Mail: uwe.martini@rpi-ekkw-ekhn.de 




2. Neuer Weiterbildungskurs Ev. Religion


Der Anmeldeschluss wurde verschoben – Sie können sich noch bewerben.

Der Weiterbildungskurs Ev. Religion wird von der Hessischen Lehrkräfteakademie, Sachgebiet Weiterbildung, in Kooperation mit dem Religionspädagogischen Institut der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (RPI) verantwortet. Er ist im Hessischen Amtsblatt (Nr. 11/17) ausgeschrieben und dauert eineinhalb bis zwei Jahre – je nach Abschluss. Der Kurs findet berufsbegleitend statt und ist entsprechend konzipiert: Er verbindet fachwissenschaftliches Lernen mit fachdidaktischen und unterrichtsbezogenen Fragestellungen und führt zu einer Fakultas im Fach Evangelische Religion. 

Der zurzeit laufende Kurs geht von Februar 2016 bis Januar 2018.

Ein neuer Kurs beginnt im Februar 2018 und läuft bis September 2019
.
Download der Ausschreibung hier!

Zielgruppe

Für die Teilnahme am Weiterbildungskurs ist die Zugehörigkeit zu einer evangelischen Kirche des Landes Hessen oder zu einer Freikirche, die Vollmitglied in der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen ist, Voraussetzung.

Informationen bei
Dr. Insa Rohrschneider
RPI Kassel
0651 - 9307 132
insa.rohrschneider@rpi-ekkw-ekhn.de




3. Aktuell: Ditib und der IRU


DITIB Hessen als Kooperationspartner für bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht
Neue Gutachten liegen vor

DITIB Hessen muss Unabhängigkeit und fortdauernde Eignung als Kooperationspartner für bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht unter Beweis stellen: Keine nachweisbare Einflussnahme auf Unterricht oder Lehrkräfte, aber: Vorbehalte bezüglich der Unabhängigkeit von DITIB Hessen. Deshalb: DITIB Hessen erhält Frist, verbindliche Vorgaben zu erfüllen.
zur Pressemitteilung und ausführlichem Bericht




4. Synode Aktuell: Rechtspopulismus bleibt Herausforderung


- Synode folgt EKD-Papier: Rechtspopulismus bleibt Herausforderung
Die hessen-nassauische Kirchensynode bleibt am Thema Rechtsextremismus und Populismus dran: die Delegierten begrüssten ein EKD-Papier, das das Problem intensiv beschreibt und angeht. Die hessen-nassauische Kirchensynode hat sich am Freitagabend (1. Dezember) dazu verpflichtet, sich weiterhin mit dem Thema Rechtsextremismus und Populismus auseinanderzusetzen. Sie begrüßte einen Beschluss der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema aus dem November und machte ihn sich zu Eigen.

Das EKD-Papier mit dem Titel „Rechtspopulismus als Herausforderung annehmen“ stellt zunächst ein Anwachsen von rechtspopulistischen, rechtsextremen, rassistischen, frauenfeindlichen sowie völkisch-nationalistischen Einstellungen in Deutschland fest. Diese Haltungen seien jedoch nicht vereinbar mit dem christlichen Menschenbild. Die Evangelische Kirche in Deutschland regt deshalb unter anderem dazu an, „dass Kirchen und Gemeinden sich schützend vor Menschen stellen, die Angriffen aus rechtsextremen oder fremdenfeindlichen Motiven ausgesetzt sind, und dies in der Öffentlichkeit offensiv vertreten.“

Zudem solle „jeder Inanspruchnahme vermeintlich christlicher Werte zur Begründung einer Abschottung unserer Gesellschaft“ widersprochen werden. Außerdem sollen verstärkt Bildungsanstrengungen übernommen werden, um demokratische und partizipatorische Verfahrensweisen und Gesprächsformen einzuüben Auch die interkulturelle Kompetenz von Mitarbeitenden solle gestärkt und die interkulturelle Öffnung von Kirchen und Gemeinden gefördert werden. Schließlich sollen auch mehr Gesprächsmöglichkeiten für Menschen eröffnet werden, „die unter Ängsten und Verunsicherung angesichts der Veränderungen in unserer Gesellschaft leiden“.

Der komplette Text des EKD-Beschlusses ist hier einsehbar




5. Neues Material des RPI für die Grundschule


- In sieben Tagen alles gemacht? – Ist das wirklich wahr? (Materialien zur Fortbildungsreihe 2017)

Wie man von Klasse 1 bis Klasse 4 über die Schöpfung staunen, über den Urknall und die Evolution ins Gespräch kommen und über die biblischen Schöpfungsgeschichten nachdenken kann, wollen die unten stehenden Einheiten und Materialien aufzeigen. Die Unterlagen mit den Ziffern 1 – 3 sind für die Klassen 1 und 2 geeignet, mit der Ziffer 4 für Klasse 4. Hinweise auf weitere geeignete Materialien für Klasse 3 und 4 finden Sie unter den Literaturangaben, z.B  von Michael Landgraf und Rainer Oberthür.

Überblick
Kumulativer Aufbau zum Thema "Schöpfung" - Mögliche Unterrichtsschwerpunkte  (Download Word)
Schöpfung - Theologische Annäherungen (Download Word)

Materialien
S 1.1 Gott gab uns Atem-UE.docx
S 1.2 Erzählvorschlag Gen 2.docx
S 1.3 Fotoserie Hände.docx
S 2.1 Staunen über die Schöpfung-UE.docx
S 2.2 Was hast du entdeckt.docx
S 2.3 Psalm 104.docx
S 2.4 Godly Play- Die Tage der Schöpfung.docx
S 2.5 Foto Godly Play.docx
S 3.1 Erntedank-Freude an Gottes Schöpfung-UE.docx
S 3.2 Erntedank-Faltbüchlein.pdf
S 4.1 Schöpfung-UE.docx
S 4.2 Amorak.docx
S 4.3 Eine alte Geschichte vom Anfang.docx
S 4.4 Einführende Erzählung.docx
S 4.5 Eine andere Geschichte vom Anfang.docx
S 4.6 Mein Schöpfungslied.docx
S 4.7 Fragebogen.docx
S 4.8 Schülerergebnisse 1-2.docx
S 4.9 Schülergeschichten.docx
S 4.10 Eigenes Schöpfungslied.docx
S 4.11 Lied Großer Gott.docx

Außerdem Literaturhinweise

Zum Material...




6. RPI Impulse 4 /17: "Über den Religionsunterricht hinaus"


Neues Heft der RPI Impulse erschienen!

EDITORIAL, Nadine Hofmann-Driesch, Christian Marker, Uwe Martini, Matthias Ullrich 

PERSONEN & PROJEKTE

KIRCHE UND STAAT

GRUNDSATZARTIKEL
- Anna-Katharina Lienau, Schulseelsorgerliche Kommunikation  

RÄUME DER STILLE
- Christine Weg-Engelschalk, Räume der Stille in der öffentlichen Schule - Eine Erkundungsreise
- Jan Schäfer, Ein Raum der Stille an einer Frankfurter Berufsschule  

SCHULSEELSORGE
- Christine Weg-Engelschalk, Schulseelsorge - Wie religiöse Praxis in der Schule Gestalt gewinnt
- Beate Allmenröder, Reformationsjubiläum in der Berufsschule? Religiöse Pluralität würdigen
- Diana Jacquet, Schulseelsorge im Ehrenamt: Der eigene Akzent ist wichtig
- Karsten Gollnow, "Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen!" Ein "Schulseelsorge-Zelt" am LGS-Berufsschulzentrum Dieburg
- Matthias Ullrich, Krisenseelsorge im Bistum Mainz und in der EKHN
- Peter Kristen, Wenn doch passiert, was niemand erleben möchte. Todesfälle in der Abiturzeit

SCHULGOTTESDIENSTE UND SPIRITUALITÄT
- Eva Maria Loggen und Dietmar Burkhardt, Interfaith Celebrations. Religiöse Feiern für Alle - Ein Experiment
- Beate Wiegand, Warten im Advent
- Rainer Zwenger, Abi Heute - Captain Morgan
- Anke Kaloudis, Was ist für mich im Leben wichtig? Mit den Perlen des Glaubens Religion (er-) leben

SCHULE UND GEMEINDE
- Michael Dorhs, Mehr als eine "stille Reserve" für den RU - Ein unerbetenes Plädoyer für mehr Gemeindepfarrerinnen und -pfarrer in der Schule
- Markus Christ und Christina Hohmann, Ein Gewinn für beide Seiten. Beispiel einer Kooperation von Schule und Gemeinde
- Edith Höll, Kirche in der Schule - Das Experiment

SCHULE UND KIRCHE
- Stephan Da Re, Evangelische schulbezogene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in der EKHN
- Tobias Heymann, "Ich glaub' nicht an Gott". Religion bei Schülerinnen und Schülern aus der Sicht der Schülerarbeit der EKKW
- Peter Kristen, Schnittstellenkompetenz. Der Masterstudiengang Ev. Religion an der Ev. Hochschule in Darmstadt
- Doreen Bosien, "Frau Bosien, bist du heute in der Lerninsel?" Einblick in den Schulalltag zwischen Schulsozialarbeit und Religionsunterricht

PRAXIS TIPPS / KONFI-ARBEIT / BIBELHAUS / TIEFGANG    
- Lit-Tipps  und Filme zum Thema
- Konfirmandenarbeit | Achim Plagentz
- Bibelhaus APP (nur online) | Veit Dinkelaker
- TIEFGANG | Birgitt Neukirch

Zum Heft




7. Neue Broschüren des RPI


Im letzten Newsletter haben wir zwei neue Broschüren angekündigt. Nun liegen sie zum Bestellen vor. "Verschiedenheit achten - Gemeinsamkeit stärken" dokumentiert ein dialogisches Unterrichtsprojekt an der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach. "Religion unterrichten in konfessionell gemischten Lerngruppen an Grundschulen" bietet Unterrichtsmaterial für konfessionsübergreifende Lerngruppen und differenzsensibles Unterrichten. Beide Broschüren sind zum Preis von je 5,- Euro plus Versandkosten im RPI erhältlich (info@rpi-ekkw-ekhn.de).

Ein Exemplar der Broschüre "Religion unterrichten in konfessionell gemischten Lerngruppen an Grundschulen" wurde bereits kostenfrei an alle Grundschulen versandt, die offiziell gemischt-konfessionelle Lerngruppen installiert haben.

1. Verschiedenheit achten - Gemeinschaft stärken 
Ein dialogisches Unterrichtsprojekt
Reihe „Aus der Praxis für die Praxis“ des RPI der EKKW und der EKHN
  

Dieses Heft gibt einen Einblick in ein Projekt der Theodor-Heuss-Schule in Offenbach. Das dialogische Unterrichtsprojekt „Verschiedenheit achten – Gemeinschaft stärken“, welches im Beruflichen Gymnasium im 11. Schuljahr angesiedelt ist, wurde mehrfach ausgezeichnet, so durch den Hildegard-Hamm-Bücher-Preis, den Integrationspreis der Stadt Offenbach, und gerade im letzten Jahr durch einen Besuch des Bundespräsidenten Joachim Gauck in der Schule. Was macht das Projekt so besonders?

Die Weiterentwicklung bisheriger Unterrichtsmodelle bedeutet nicht die Konfessionalität des RU aufzugeben oder den langsamen Rückzug aus dem System Schule. In Offenbach wird überzeugend deutlich, dass Schülerorientierung und ein dialogischer Ansatz die Auseinandersetzung mit religiösen und ethischen Fragestellungen vertieft, und vielfach erst möglich macht.


Die Dokumentation besteht aus zwei großen Abschnitten: Im ersten Teil werden die Entstehungsgeschichte, rechtliche und didaktische Grundlagen und Zugänge zum Projekt aus verschiedenen religiösen und weltanschaulichen Perspektiven entfaltet. Im zweiten Teil werden die einzelnen Module vorgestellt. Im Anschluss an die Module finden Sie einen Großteil der eingesetzten Texte und Medien.

Bestellung: darmstadt@rpi-ekkw-ekhn.de oder info@rpi-ekkw-ekhn.de

2. Religion unterrichten in konfessionell gemischten Lerngruppen an Grundschulen  
Reihe „Aus der Praxis für die Praxis“ des RPI der EKKW und der EKHN
  
Die Broschüre wird gemeinsam herausgegeben vom BGV Fulda und dem RPI der EKKW und der EKHN

An vielen Grundschulen in Hessen wird der Religionsunterricht inzwischen in konfessionell gemischten Lerngruppen erteilt. Dies ist bislang rechtmäßig nur dann möglich, wenn schulorganisatorische Gründe vorliegen und die Erlaubnis hierfür von beiden Kirchen vorliegt. Doch wie soll in diesen Lerngruppen unterrichtet werden? Wie kann man beiden Konfessionen gerecht werden? Hinzu kommt, dass der RU sich weiteren Aufgaben zu stellen hat, wenn vermehrt auch konfessionslose Schülerinnen und Schüler daran teilnehmen.

Im vorliegenden Arbeitsheft werden exemplarisch Themen aufgenommen, bei denen konfessionelle Besonderheiten bereits in der Grundschule eine Rolle spielen. Für den RU in konfessionell gemischten Lerngruppen bedeutet dies, dass hier je nach Zusammensetzung der Lerngruppe diese Besonderheiten Beachtung finden sollten. Konfessionslose Schülerinnen und Schüler, die häufig im Unterricht zu Gast sind, lernen Neues kennen, stellen Fragen und dürfen eine eigene Position einnehmen. 

Bei der Erstellung eines gemeinsamen Fachcurriculums sollten konfessionsspezifische Inhalte miteinbezogen werden. Dieses Heft gibt dafür Beispiele. Die vorliegenden Unterrichtseinheiten sind an Grundschulen erprobt und / oder für gemeinsame Lehrerfortbildungen entstanden. Sie sind an das hessische Lernprozessmodell angelehnt. Unsere Vorschläge können sich auch als hilfreich erweisen, wenn der Religionsunterricht in konfessionellen Lerngruppen erteilt wird und die Fachschaft Religion (sofern eine besteht) zu einer engen Kooperation bereit ist. Im Sinne einer inklusiven Arbeitshilfe haben wir zu jedem Thema differenzierte Aneignungswege ausgewiesen.

Autorinnen: Marlis Felber (BGV Fulda) und Brigitte Weißenfeldt (RPI der EKKW und der EKHN)

Aufbau und Inhalte des Materialheftes  
- Thema 
- Raster mit Klassenstufe, Zeitbedarf, Kompetenzerwerb, thematische Schwerpunkte, konfessionelle Besonderheiten 
- Theologische / religionspädagogische Vorüberlegungen zum Thema 
- Mögliche Lernschritte nach dem Hess. Lernprozessmodell (mit Materialien)  
- Verwendete Literatur 

Kapitel:  
1. Halte zu mir guter Gott – eine Unterrichtseinheit zum Schulanfang 
2. Spiritualität anbahnen – Gebetsanlässe wahrnehmen 
3. Meine – deine – unsere Kirche – Gemeinsamkeiten stärken und Unterschiede wahrnehmen 
4. Martin Luther und die Reformation 
5. Feste im Kirchenjahr (konfessionelle Besonderheiten) 
6. Passion und Ostern  
7. Von Gottes Geist bewegt – Menschen in der Nachfolge Jesu (z. B. Franz von Assisi, Elisabeth von Thüringen, Bonifatius, Sternsinger)  
8. Simon Petrus – ein toller Typ?! 
9. Begegnungen mit Maria

Bestellung: info@rpi-ekkw-ekhn.de

Alle Infos auf unserer Webseite!




8. Krippenspiele


- Im Materialpool des rpi-virtuell findet jede und jeder das Krippenspiel, das er oder sie braucht und sucht.

- Krippenspiele
Das Portal www.kinderkirche.de stellt jede Menge Krippenspiele zur Verfügung. Außerdem Gottesdienstvorschläge, Erzählungen und Gebete u.a.m.
Mehr:  http://www.kinderkirche.de/arbeitshilfen/themen/thema/weihnachten.html

- reformiert-info.de - Krippenspiele und Weihnachtsspiele zum Download

Bewährte Krippenspiele auf reformiert-info.de! Krippenspiele und Anspiele für den Weihnachtsgottesdienst direkt aus der Praxis reformierten Gemeindelebens: Sofort verfügbar als Download.
Mehr:  http://www.reformiert-info.de/1418-0-84-9.html

- Krippenspiele - Sammlung
“Krippenspiele und Weihnachtsspiele, früher szenische Darstellungen des Weihnachtsevangeliums nur in der Kirche oder in Klöstern, findet man heute auch in Schulen und in Familien. Besonders schön sind die bayrischen und österreichischen Krippenspiele für die Kinder.” Eine große Auswahl an Krippenspielen auf theology.de
Mehr: http://www.theology.de/kirche/kirchenjahr/krippenspiele.php

- Rollenspiele im Advent

Einfache Krippenspiele für die Grundschule. Jede Menge Rollenspiele, Theater, Musical und Lieder für die Grundschule auf der österreichischen Seite vs-material.wegerer.at
Mehr: https://vs-material.wegerer.at/sachkunde/su_advspiel.htm

- Krippenspiele- Sammlung
Jede Menge Krippenspiele, aufbereitet nach Alter und Themenbereichen. Diese Seite hat eine längere Geschichte und wird heute von der Evangelischen Jugend Obernkirchen betreut und ständig aktualisiert.
Mehr: http://www.krippenspiele.eu/




9. Erklärvideos


- Der besondere Tipp:
Wie erstellt man ein Erklärvideo. Jugendmitarbeiter/innen der Ev. Marienstiftsgemeinde Lich zeigen, wie es geht. Eine super Idee für den Unterricht. Kann jede und jeder! Macht Spaß.
https://www.youtube.com/watch?v=a6afQd0_WXg

Beispiele für Erklärvideos der Licher Jugendlichen:
- Sturmstillung https://www.youtube.com/watch?v=JTB1A58Y7bM
- Weihnachten: https://www.youtube.com/watch?v=kLjs7VPZOOg
- Arche Noah: https://www.youtube.com/watch?v=LwNUNe7RjfE&t=32s
- Schöpfungsgeschichte: https://www.youtube.com/watch?v=YCw4qZ1dSmo




10. Fundsachen im Web


- Fachkonferenzmappe für den evangelischen und katholischen Religionsunterricht in Hessen
Eine Orientierung für Fachsprecherinnen und Fachsprecher in Fragen des Religionsunterrichts. Vom Erlass zum Religionsunterricht bis zu der Verordnung für die Oberstufe finden Sie hier Informationen und Antworten auf oft gestellte Fragen.
https://material.rpi-virtuell.de/material/fachkonferenzmappe-fuer-den-evangelischen-und-katholischen-religionsunterricht-in-hessen/

- Nachhaltig predigen
Die Internetseite für die Predigtanregungen "nachhaltig predigen" wird pünktlich zum neuen Kirchenjahr 2017/2018 unter der Ihnen bereits bekannten Adresse www.nachhaltig-predigen.de am 27. November freigeschaltet. Kolleginnen und Kollegen geben darin Vorschläge, wie die Themen "Bewahrung der Schöpfung" und "Nachhaltigkeit" im Rahmen der sonntäglichen Predigt aufgegriffen werden können, sodass diese Themen auch eine geistliche Heimat erhalten. Die Suchfunktion ermöglicht ein gezieltes Auffinden von Bibelstellen auch aus früheren Predigtanregungen sowie aus den Schwerpunktthemen ("Ernährung", "Suffizienz", "Wandel gestalten", "Heimat-los" und "Strukturen der Schuld"). Zum ersten Mal ist auch ein Thema in englischer Sprache ("Structures of Guilt") zugänglich.

-
Fragekarten zum Kirchenraum
rpi-virtuell: Die Katholische Kirche im Kanton Zürich hat eine Kärtchenvorlage online gestellt, die sich für den Besuch eines Kirchenraums nutzen lässt.
https://material.rpi-virtuell.de/material/fragekarten-zum-kirchenraum/ 


- Das Bibelhaus ist auch auf facebook

Hier sind aktuelle Berichte aus dem Bibelhaus-Leben zu lesen, Denkanstöße und natürlich nützliche Infos zu den Angeboten im Erlebnismuseum zu erhalten.
https://www.facebook.com/bibelhausfrankfurt/  

- 95 neue Thesen
Diskutieren, tolerieren, Meinungen äußern und dabei den Respekt wahren – das multimediale Projekt www.95neuethesen.de bietet Jugendlichen die Möglichkeit, diese Kompetenzen auf eine neue, ungewöhnliche Weise zu erproben und weiter zu entwickeln. Das Hessische Kultusministerium und der Hessische Rundfunk rufen Jugendliche in Hessen dazu auf, an ihrer Onlinediskussion im Lutherjahr 2017 teilzunehmen. Hessische Projektschulen haben sich mit den Themen Religion, Glauben und Werte auseinandergesetzt und Thesen in Form von Videoclips auf der Plattform www.95neuethesen.de veröffentlicht.
Zusätzlich finden Sie auf der Onlineplattform Unterrichtsanregungen zu den Themen Religion, Glauben und Werte, Tipps zum Gebrauch des Blogs von der Netiquette bis zur Bedienung der Kommentarfunktion. Die gesamte Onlinediskussion findet in einem geschützten Raum statt, da sie vormoderiert wird.
"Wir sehen in der Plattform eine gute Möglichkeit, an den Mediengebrauch der Jugendlichen anzuschließen und wichtige Kompetenzen für die Arbeit mit Onlinemedien zu fördern.
Gruppen, die sich in besonderem Maße in die Diskussion einbringen und Ideen für neue Thesen einsenden, haben die Möglichkeit, im Hessischen Rundfunk an der Diskussion „#95neuethesen -
Religion, Glaube, Werte“ teilzunehmen. Die Diskussion, die am 8. Februar 2018 im hr in Frankfurt stattfindet, wird einzelne Thesen weiter bearbeiten. Außerdem steht die Veranstaltung, die live im Internet übertragen wird, mit dem gesamten Material zur nachhaltigen Nutzung im Netz zur Verfügung.  Wir freuen uns auf viele engagierte Beiträge der Jugendlichen!
http://95neuethesen.de/ 

- Neue Vorträge als podcasts im RPI Loccum
1. Übergänge gestalten und deuten - Aufgabe und Funktion von Ritualen (nicht nur) im Jugendalter
Vortrag gehalten von Dr. Lars Charbonnier (Pastor, Dozent an der Führungsakademie für Kirche und Diakonie Berlin) am 18. August 2017 im RPI Loccum im Rahmen der Lehrkräftetagung zum Landeswettbewerb Evangelische Religion 2017/18 (im Originalton 44 Minuten).

2. Interkulturelle Kompetenz in der Schule entwickeln
Vortrag gehalten von Prof. Dr. Ulf Over (Universität Bremen) am 16.03.2017 im RPI Loccum im Rahmen der Loccumer Tagung der niedersächsischen Schulleiterinnen und Schulleiter an Gesamtschulen (im Originalton 50 Minuten).

3. Orientierung und Verständigung in einer multireligiösen Welt
Vortrag gehalten von Landesbischof Ralf Meister am 16.03.2017 im RPI Loccum im Rahmen der Loccumer Tagung der niedersächsischen Schulleiterinnen und Schulleiter an Gesamtschulen (im Originalton 51 Minuten).
http://www.rpi-loccum.de/material/audio-vortraege1




11. Mittelalter für junge Leute


Schulklassen und Jugendgruppen sind eingeladen, im alten Kloster Haina auf Entdeckungstour zu gehen. Im hessischen Kloster Haina erhalten Kinder und Jugendliche ab sofort die Möglichkeit, auf eigene Faust, aber unter Anleitung eines Experten die Kirche, den Kreuzgang und die historischen Klausurgebäude der Mönche zu erkunden. „Wir laden die jungen Leute ein, spielerisch mit uns ins Mittelalter vorzustoßen und herauszufinden, wie die Menschen damals gedacht und gelebt haben,“ erklärt dazu der ehemalige Geschichtslehrer Ludger Paprotny. Anhand vorgegebener Aufgabenstellungen erkunden die Schüler dabei unter seiner Anleitung die Klosterkirche, den Kreuzgang und die Gebäude der inneren Klausur. 

Dabei geht es unter anderem um folgende Fragen: Was wollten die Steinmetze mit ihren Darstellungen von Dämonen, Engeln und Heiligen an den Säulen dem Betrachter mitteilen? Wie ist das Kirchenschiff aufgebaut und welchen Umfang hat ein Pfeiler? Was ist eigentlich ein gotisches Maßwerkfenster, und warum ist die Heilige Elisabeth auf dem sogenannten „Philippstein“ zu sehen? Wie sah der Tagesablauf eines Mönchs vor mehr als 500 Jahren aus, und nach welchen Idealen richtete er sein Leben aus? 

Das neue Angebot des "Vereins der Freunde des Klosters Haina" richtet sich vor allem an Schüler der siebten bis zehnten Klassen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren, die im Rahmen der Fächer Geschichte, Religion oder Kunst das mittelalterliche Kloster, die Reformation oder die Baustile Romanik und Gotik thematisieren. Zielgruppen sind aber auch Jugendgruppen aller Art, sei es ein kirchlicher Verband, sei es die Jugendfeuerwehr oder ein Sportverein. Die Erkundungstouren dauern rund zwei Stunden, können aber auch auf einen Vormittag ausgeweitet werden. Der Preis beträgt pro Schüler drei Euro, als Zugabe gibt es eine Broschüre mit allen wichtigen Informationen. Interessenten werden gebeten, sich unter Tel. 06427-2391 direkt an Ludger Paprotny zu wenden oder ihm eine E-Mail zu schreiben (gul.paprotny@unitybox.de).




12. Neue religionspädagogische Zeitschriften


- Loccumer Pelikan
Ideen für den Religionsunterricht – Nachdenkenswertes in der Theologie – Neue Entwicklungen in der Religionspädagogik und im Schulleben. Der „Loccumer Pelikan“ ist die religionspädagogische Zeitschrift des RPI und widmet sich in seinen vier Ausgaben pro Jahr allen drei Bereichen mit unterschiedlichen Themen. Neben Grundsatzüberlegungen stehen praktische Impulse und konkrete Umsetzungsvorschläge für die religionspädagogische Praxis in Schule und Gemeinde im Mittelpunkt. Der „Loccumer Pelikan“ geht allen Schulen und Gemeinden auf dem Gebiet der Hannoverschen Landeskirche kostenfrei zu und kann auch von Privatpersonen abonniert werden.
Im Heftarchiv können Sie die Ausgaben komplett herunterladen.
Loccumer Pelikan 4/2017; Themenheft: Geld und Wirtschaft
http://www.rpi-loccum.de/material/pelikan


- das baugerüst Ausgabe 3/17 - Gerechtigkeit?

Eine Studie der Bertelsmann Stiftung in 34 Ländern zeigt, dass in einer Gesellschaft, die als ungerecht wahrgenommen wird, es auch an Hilfsbereitschaft und Solidarität mangelt und soziale Regeln und Gesetze nicht anerkannt werden. In diesen Ländern ist das Vertrauen sowohl in Institutionen als auch in Mitmenschen niedrig. Leben wir in einem gerechten Land? 70 Prozent der Deutschen glauben, die Kluft zwischen Arm und Reich habe zugenommen, nur 14 Prozent haben das Gefühl, in einer gerechten Gesellschaft zu leben.
Was ist überhaupt Gerechtigkeit? Und: Für wieviel Ungerechtigkeit in der Welt sind wir mitverantwortlich? „Wer das Wort Gerechtigkeit in den Mund nimmt“, schreibt die Schriftstellerin Jagoda Marinic in einem Gastkommentar für die Süddeutsche Zeitung, „sollte versuchen, die Ungerechtigkeit scharf zu umreißen, bis die Unnormalität, die wir derzeit die Normalität nennen, sichtbar wird.“ Nehmen wir die Unnormalität überhaupt wahr?
Diesem Thema widmet sich die Ausgabe 3-17 der Zeitschrift das baugerüst. Die Autorinnen und Autoren gehen den Fragen nach: Wie sich die Einstellung zu Gerechtigkeit bei Kindern entwickelt; beschreiben die Gerechtigkeit aus biblischer Perspektive; untersuchen die Einstellung zur Gerechtigkeit in den verschiedenen Religionen und beschreiben das Thema Gerechtigkeit für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Das 68-seitige Heft mit Hintergrundberichten, Gespräch und Beiträgen aus der Praxis kann zum Preis von 5 € bei der Redaktion bestellt werden: das baugerüst, Postfach 45 01 31, 90212 Nürnberg
baugeruest@ejb.de

- das baugerüst Ausgabe 4/17 - Glauben weitergeben
Zur Themenwoche „Woran glaubst du?“ hat die ARD im Juni den Credomat * ins Netz gestellt. 74 Fragen mussten beantwortet werden und dann erfuhr man, ob man mehr oder weniger an Gott, an ein höheres Wesen oder lieber an sich selbst glaubt und ob einem die gesellschaftliche Verantwortung oder die Kraft der Gemeinschaft wichtig sind. Man kann aber auch mit dem Credomaten spielen und die Fragen so beantworten, dass einem Gott und die Gemeinschaft völlig gleichgültig sind, oder aber dass man als engagierter und kirchentreuer Mensch zertifiziert wird. Objektiver sind da die Zahlen, die Emnid für die Themenwoche veröffentlichte.
Auf die Frage „Welche Bedeutung haben Religion und Glauben für Sie?" antwortete etwa ein Drittel der Deutschen eine „große“ oder „sehr große Bedeutung“, für 27 Prozent der Deutschen hat Religion und Glaube hingegen „gar keine Bedeutung“. Der Rest misst diesem Thema eher eine geringe Bedeutung zu. Für die aktuelle Mitgliedschaftsstudie der EKD wurden erstmals auch ehemalige evangelische Kirchenmitglieder nach ihren Austrittsgründen befragt. Am häufigsten wurden hier genannt: die Kirche sei „unglaubwürdig“, man habe gemerkt, dass man „keine Religion fürs Leben brauche“, dass man „mit Glauben nichts anfangen“ könne und dass der „Glauben nicht in eine moderne Gesellschaft passe“.

„Vom Schrumpfen religiöser Milieus und dem Rückgang religiöser Sozialisation“ spricht der Leipziger Religionssoziologe Gert Pickel, einer der Autoren der EKD-Studie. Von Entkirchlichung, von Traditionsverlust des Christentums und Bedeutungsverlust der Religion ist die Rede. Wenn Eltern „mit dem Glauben nichts mehr anfangen“ können, haben Kinder und Jugendliche auch keine Chance, sich damit auseinander zu setzen. „Es gibt eine Mode“ sagt Fulbert Steffensky in dem baugerüst-Gespräch (S. 30ff), „die Grundfragen an das Leben nicht mehr zu stellen“.
Das Heft kann zum Preis von 5 Euro unter baugeruest@ejb.de bestellt werden.

Mehr dazu im Web: www.baugeruest.ejb.de

- Theo-Web Magazin zum Thema "Migration, Religion und Bildung"
Wege zu einer migrationssensiblen Religionspädagogik" Die Zuwanderung von Geflüchteten stellt ganz Europa wie speziell auch den deutschsprachigen Raum vor enorme Aufgaben, eröffnet aber auch bislang unterschätzte Chancen. Es ist von daher sach- und zeitgemäß, dass die diesjährige Jahrestagung der Gesellschaft für wissenschaftliche Religionspädagogik (GwR) sich des Themas angenommen hat.
http://www.theo-web.de/ausgaben/2017/16-jahrgang-2017-heft-2/ 




13. Studienreise Kärnten


- Studienreise ... auf den Spuren von Minoritäten
Kärnten entdecken – eine Reise zu verborgenen Kostbarkeiten
25. Juni - 2. Juli 2018
Das Zentrum Ökumene lädt ein zu einer Reise in die Geschichte der Reformation nach Kärnten: Kärnten in Österreich ist hier ein Lernort in gleich zweierlei Hinsicht: Im Blick auf die Geschichte und Gegenwart der evangelischen sowie hinsichtlich der slowenischen Minderheit. Theologische und politische Aspekte, Überlegungen und Argumente treffen hier aufeinander – in einer (in Kärnten) bis vor nicht allzu langer Zeit durchaus spannungsvollen Situation.
Mehr Infos...




14. Digitales


- Neue Handreichung zum Jugendmedienschutz
In Zeiten der digitalen Kommunikation werden Fragen des Jugendmedienschutzes zu einer zunehmenden Herausforderung für Schulen, die sie in ihrer täglichen Bildungs- und Erziehungsarbeit bewältigen müssen. Dabei sollen sie nun durch eine neue Handreichung, die in diesen Tagen an alle hessischen Schulen versandt wird, noch besser unterstützt werden. Sie ergänzt das Fortbildungs- und Beratungsangebot des Landes für Schulen zum Jugendmedienschutz. „Schülerinnen und Schüler bewegen sich längst selbstverständlich in der digitalen Welt, tauschen sich über soziale Netzwerke aus, nutzen die vielfältigen Arten digitaler Spiele oder recherchieren im Internet für Freizeit und Schule. Neben all den Vorzügen der digitalen Kommunikation lauern aber auch viele Gefahren wie Datenmissbrauch, Kostenfallen oder gar Cyber-Mobbing. Davor müssen wir einerseits unsere Schülerinnen und Schüler durch einen gezielten Aufbau von Medienkompetenz schützen und andererseits unseren Lehrkräften die dafür notwendigen Informationen an die Hand geben“, erklärte Kultusminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz.
Die Handreichung informiert über Risiken der digitalen Kommunikation und über Maßnahmen, mit welchen Schülerinnen und Schüler im sicheren Umgang mit digitalen Medien gefördert werden können. Sie soll aber auch Lehrkräfte durch konkrete Hinweise bei der Behandlung der Themen im Unterricht unterstützen. Dazu enthält sie Hilfestellungen für Lehrerinnen und Lehrer, darunter Empfehlungen für eine geregelte Nutzung von Mobiltelefonen im Schulalltag, Informationen über rechtliche Aspekte des Jugendmedienschutzes sowie Hinweise zu weiterführenden Informations- und Unterrichtsmaterialien.
Da Schülerinnen und Schüler bereits im Grundschulalter mit Internet, PC und Smartphone in Kontakt kommen, ist der frühzeitige Aufbau von Basiskompetenzen im sicheren Umgang mit digitalen Medien auf spielerische und kindgerechte Weise notwendig. Ein Kapitel befasst sich deswegen speziell mit Maßnahmen des Medienschutzes im Grund- und Förderschulbereich.
Die Handreichung verweist gezielt auf weitergehende Informations- und Unterrichtsmaterialien und enthält konkrete Empfehlungen für Unterrichtseinheiten in einzelnen Fächern. Diese sollen die hessischen Lehrkräfte bei der Behandlung wichtiger Themen des Jugendmedienschutzes in den Unterrichtsfächern unterstützen.
 
Weitere Informationen:
Die Unterrichtsmaterialien sind auf der Internetseite des Hessischen Kultusministeriums unter https://kultusministerium.hessen.de/foerderangebote/medienbildung abrufbar.

Die Handreichung ist auch im Web downzuloaden.


- EKD-Synode 2017 und das Digitale

Uwe Herrmann schreibt in seinem Blog: "Die EKD-Synode 2017 und das Digitale – das ist das, was mich hier vor allem interessiert." Es gab allerdings noch viele andere wichtige und spannende Themen der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die vom 12. bis 15. November 2017 in Bonn tagte. Eine Übersicht über alle Themen und Beschlüsse der Synode: https://www.ekd.de/4-tagung-der-12-synode-2017-29683.htm 

Einen guten und knappen Überblick über die Beschlüsse der diesjährigen Synode hat die Seite evangelisch.de zusammengestellt: Was hat die EKD-Synode 2017 eigentlich beschlossen? http://www.evangelisch.de/inhalte/146949/15-11-2017/was-hat-die-ekd-synode-2017-bonn-eigentlich-beschlossen




15. Buchtipp


- „Die Bilder sind frei“  LUTHER UND DIE AVANTGARDE
Religions- und kunstpädagogische Impulse
Die Bilder sind frei ... predigt Martin Luther 1522 in Wittenberg während der Auseinandersetzungen um Kunstwerke in den Kirchen. Das Buch ist anlässlich der Ausstellung "Luther und die Avantgarde" entstanden und zeichnet – ausgehend von den damaligen historischen Voraussetzungen – in 18 Modulen die Entwicklung vom Jahr 1517 bis zu den Kasseler Exponaten der Ausstellung für den schulischen Unterricht nach. Wie entfaltet sich das Verhältnis des Protestantismus zur zeitgenössischen Kunst vom Anfang des 16. Jahrhunderts bis in die Gegenwart? Und was bedeutet das für die Begegnung mit der Kunst?
Hrsg. v. Andreas Mertin und Eveline Valtink
Zu bestellen ist das Buch über: projektmanagement@ekkw.de zum Preis von 10,00 €
Über den Buchhandel mit ISBN-Nr.: 978-3-74484-040-8 zum Preis von 14,90 €
Und als E-Book über Onlineshops unter der ISBN-Nr.: 9783744845342




16. Kurhessischer Medienpreis 2018


-  "Ich zeig‘ Dir meine Kirche..."
Kirchen ziehen Erwachsene, Jugendliche und Kinder unterschiedlich in ihren Bann: In ihnen wird die Vergangenheit sichtbar und die Zukunft vorstellbar. Viele verbinden mit ihrer Heimatkirche persönliche Erfahrungen, wie z.B. die eigene Konfirmation, Hochzeit, Taufe der Kinder und andere Ereignisse. Egal, ob eine alte Klosterkirche, Kapelle oder Ruine oder ein neuzeitlicher Kirchenbau - in jeder Kirche gibt es etwas Besonderes zu entdecken. Mit dem Kurhessischen Medienpreis 2018 lädt der Ev. Presseverband Kurhessen-Waldeck e.V. und das "Netzwerk Kirchenpädagogik" der AG Erwachsenenbildung (AGEB) Kirchengemeinden ein, die eigene Kirche mit einem selbstgedrehten, zwei- bis dreiminütigen Videoclip zu präsentieren. In diesem Videoclip sollen die Besonderheiten der Kirche aus dem Blickwinkel einer Gemeindegruppe so gezeigt werden, dass die Zuschauer und Zuschauerinnen neugierig werden. Sie sollen Lust bekommen, die Kirche zu besuchen, um sich ein eigenes Bild zu machen.

Der Kurhessischer Medienpreis wird vom Evangelischen Presseverband Kurhessen-Waldeck e.V. vergeben und ist dotiert mit: 1. Preis 2.000 €, 2. Preis 1.000 €, 3. Preis 500 €.

Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen über www.kirchen-paedagogik.de oder das Referat Erwachsenenbildung: 0561 9378-283
http://www.kirchen-paedagogik.de/kirche_virtuell.php




17. Das neue rpi-virtuell


Das neue rpi-virtuell mit 4 Kerndiensten

rpi-virtuell stellt die neuen Kerndienste News, Gruppen, Blogs und den Materialpool vor. Die modulare Struktur des neuen rpi-virtuell verringert die Komplexität des Angebotes aus Nutzersicht und fördert die Konzentration auf das Wesentliche. Die Auswahl der verschiedenen Module geschieht optisch über einen Pfeil im Kopfbereich der Dienste. 
Zum neuen rpi-virtuell: https://news.rpi-virtuell.de/2017/07/14/neues-rpi-virtuell/ 

- Materialpool
Der Materialpool ist eine ständig wachsende digitale Mediathek für Religionspädagogen und -pädagoginnen. Nahezu alle Inhalte sind frei zugänglich und kostenlos nutzbar. Vieles lässt sich auf die eigene Praxis hin leicht anpassen und mit eigenen Aufgabenstellungen versehen. Unterrichtende sind eingeladen, eigene Praxismaterialien beizutragen. Viele Materialien kommen nicht nur aus den religionspädagogischen Einrichtungen. Jedes Material wird inhaltlich geprüft, verschlagwortet und thematisch sortiert.
https://material.rpi-virtuell.de

- News
Die News bieten aktuelle und relevante Informationen zu Bildung, religionspädagogischen Veröffentlichungen und zu Veranstaltungen und digitalen Räumen. Nachrichten werden hier gemeinsam produziert, geprüft und diskutiert. Freie Lizenzen ermöglichen die Weiterbearbeitung der offenen Bildungsressourcen aus dem News-Bereich.
https://news.rpi-virtuell.de

- Gruppen
Die Gruppen ermöglichen, offen oder geschlossen zusammen zu arbeiten. Hier finden Kurse und Arbeitsgruppen ihr Zuhause. Die vielfältigen Möglichkeiten des sozialen Netzwerks lassen keine Wünsche offen. Kollaborative Artikelbearbeitung, Gruppenbenachrichtigungen, mobiler Zugang und Einbettung aller offenen Internetformate erlauben eine kreative Gestaltung individueller Lernszenarien.
https://gruppen.rpi-virtuell.de

- Blogs
Mit den Blogs wird alles zur Verfügung gestellt, um Inhalte im Web zu präsentieren, interaktive Lernwelten zu gestalten, Kongresse zu organisieren und Daten zu erheben. Vom persönlichen Portfolio über gemeinsame Projekte, das eigene Newsportal bis hin zum digitalen Schulbuch stehen für individuelle oder gemeinsamen Lernaktivitäten alle Möglichkeiten bereit.
https://blogs.rpi-virtuell.de




18. Humor und Absurdes


- AC/DC Thunderstrike - Christmas Lights
Mein absolutes Lieblingsvideo zur Zeit
https://www.youtube.com/watch?v=oatGzSM01Q0
und im Vorjahr:
https://www.youtube.com/watch?v=bJ0yV2SDIAQ&t=184s

-  "Holyge Bimbel - Storys vong Gott u s1 Crew"

Im Netz ist die Vong-Sprache etabliert. Jetzt hat der Internet-Künstler Shahak Shapira Teile der Bibel in die gegenwärtige Sprache übersetzt.
http://www.sueddeutsche.de/kultur/internetsprache-i-bims-die-bibel-1.3631901

- The Bible Reduced To Minimalist Posters
Good graphic design distills the Old and New Testament into 66 retro-style posters.
Super Projekt. Kunst im RU. Toll einsetzbar!
https://www.fastcodesign.com/3027229/the-bible-reduced-to-minimalist-posters



rpi der EKKW und EKHN
IMPRESSUM

RELIGIONSPÄDAGOGISCHES INSTITUT
der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
und der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau
Rudolf-Bultmann-Straße 4
35039 Marburg

vertreten durch
Uwe Martini, Direktor

Fon: 06421-969-100
E-Mail: info@rpi-ekkw-ekhn.de

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