Medientipps Archiv

Arlette. Mut ist ein Muskel


Dokumentarfilm von Florian Hoffmann | EZEF | Schweiz 2015 | 53 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

 

Eine Reise nach Berlin soll die 15-jährige Arlette wieder gesund machen und wird unerwartet zu einer Reise aus der Kindheit ins Erwachsenenleben. Arlette stammt aus einem Dorf in der Zentralafrikanischen Republik und leidet, seit sie fünf Jahre alt ist, an einer schweren Schussverletzung, die nie richtig ausgeheilt ist. Ihr Knie soll durch eine Operation in der Berliner Charité behandelt werden. Doch die Reise aus ihrem Dorf ins winterlicher Berlin, die Trennung von ihrer Familie, die Hightech-Behandlung, die vielen Ärzte und die fehlende Sprache sind große Herausforderungen. Arlette ist selbstbewusst, neugierig auf den ersten Schnee und sie versteht sich gut mit einer Pflegerin, die sich besonders um sie kümmert. Aber sie ist auch traurig, ja wütend, wenn es wieder nicht gelingt, ihre Familie telefonisch übers Internet zu erreichen. Nach einer mehrwöchigen Reha-Behandlung ist Arlette geheilt. Sie könnte zurück. Doch nun entflammt in ihrer Heimat erneut der Krieg. Aber Arlette zieht es nach Hause und sie kehrt zurück.

Mit Arbeitsmaterialien.

 

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Krokodile ohne Sattel


Dokumentarfilm von Britta Wandaogo | Methode-Film | Deutschland 2012 | 15 Minuten | geeignet ab 12 Jahren

 

Kaddi ist 15, ihre Mutter ist Deutsche, der Vater stammt aus Ghana. Sie macht sich Gedanken über die Zukunft der Welt und über ihre eigene Identität. Als kleines Kind fühlte sie sich gleichermaßen afrikanisch und deutsch, und heute? Ihre afrikanische Familie ist ihr fremder geworden, aber richtige Freunde hier hat sie auch nicht. Trotz ihrer Ratlosigkeit und mancher Traurigkeit zeigt der Film ein junges Mädchen, das Stärke ausstrahlt und dem man zutraut, dass es seinen Weg machen wird. Wie genau der aussehen wird, bleibt offen. Auszeichnungen: 1.Preis des NRW-Wettbewerbs bei den Kurzfilmtagen Oberhausen 2013; Große Klappe für Politischen Kinder- und Jugenddokumentarfilm 2013; Special Jury Award – Best Live Action Short beim New York International Children’s Film Festival 2014. Mit Arbeitsmaterialien.

 

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Judith und der Mann von Schindlers Liste


Dokumentarfilm von Martin Buchholz | kfw | Deutschland 2010 | 44 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Als Judith im Internet zum ersten Mal die Titelmelodie des Films "Schindlers Liste" hörte, war sie zu Tränen gerührt. "Ich wollte das Stück unbedingt spielen", sagt die 12-jährige hochbegabte Geigerin. "Aber ich kannte die Geschichte dazu nicht!" Nun wollte Judith alles darüber wissen. Über Freunde der Familie kam sie in Kontakt mit einem der letzten Zeitzeugen: Der 80-jährige Michael Emge überlebte, weil er auf Schindlers Liste stand. Der alte Mann war bereit, sich mit dem wissbegierigen Mädchen zu treffen. Sie zeigt ihm ihre erste Geige, mit der sie als Dreijährige angefangen hatte, spielt für ihn. Und ihre Musik baut die Brücke zwischen diesen beiden so unterschiedlichen Menschen. "Ich hörte Judith spielen und habe geweint!" sagt Emge. Mit Arbeitsmaterialien

 

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Die Unsichtbaren


Doku-Drama von Claus Räfle | kfw | Deutschland 2017 | 106 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Im Jahr 1943 wird Berlin von den Nazis offiziell für „judenrein“ erklärt. Doch etwa 7000 Menschen jüdischen Glaubens leben zu dem Zeitpunkt noch in Berlin. Sie sind untergetaucht, leben mit falschen Pässen, sind für die Behörden unsichtbar. Vier dieser Menschen haben der Regisseur und die Ko-Autorin interviewt. Das Drehbuch für den Film basiert auf diesen Interviews. Durch eine gelungene Montage werden sie mit Spielfilmszenen und zeitgenössischen Aufnahmen verbunden. Eine authentische, berührende Begegnung mit den Lebensgeschichten von Cioma Schönhaus, der sich mit dem Fälschen von Pässen durchschlägt, Hanni Lévy, die sich die Haare blondiert und sich als Arierin ausgibt, Eugen Friede, der sich tags versteckt hält und nachts am Widerstand beteiligt und Ruth Gumpel, die sich als Kriegswitwe ausgibt.

 

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Kleine graue Wolke


Dokumentarfilm von Sabine Marina | kfw | Deutschland 2014 | 85 Minuten | geeignet ab 12 Jahren

"Da gibt es eine kleine graue Wolke an deinem blauen Himmel." So umschreibt der Arzt die Diagnose Multiple Sklerose. Für Sabine Marina war es ein furchtbares Gewitter – bis sie beschloss, einen Film über sich und ihre Krankheit zu drehen.

Statt wegzulaufen, stellt sich die Filmemacherin existenzielle Fragen: Auf was könnte ich am ehesten verzichten? Sehen? Hören? Laufen? Sie trifft andere Menschen, die mit Multiple Sklerose leben und lernt ihre ganz unterschiedlichen Lebensstrategien kennen. Berührende Begegnungen, die Sabine Marina ermutigen, ihr Schicksal aktiv in die Hand zu nehmen. "Kleine graue Wolke" ist ein persönlich erzählter Dokumentarfilm über eine starke junge Frau und ihren Weg aus der Angst zurück ins Leben.

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Servicehotline


Kurzspielfilm von André Øvredal | Methode-Film | Norwegen 2014 | 5 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

 

Eine junge Frau auf dem Weg zur Arbeit kann ihre Wohnung nicht verlassen, weil der automatische Türöffnungsassistent nicht funktioniert. Leider hat sie auch keine Ahnung, wie man eine Türe manuell öffnet... Wie gut, dass es den freundlichen Kundendienstmitarbeiter gibt, der ihr per Telefon die nötigen Handgriffe beibringt! Anspielungsweise wird auch die Ablösung von Fachgeschäften durch Verkaufsstellen und –portale thematisiert, die durch günstige Preise attraktiv sind, aber deren fachliche Beratung zu wünschen übrig lässt. DVD mit Arbeitsmaterialien.

 

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Ich folge dir


Kurzspielfilm von Jonatan Etzler | Methode-Film | Schweden 2015 | 3 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Am Morgen trifft Anna im Zug auf Jesper. Sie hat ihn noch nie gesehen, doch er weiß alles über sie. Er hat sie beobachtet, im Alltag und über soziale Medien. Er hat sich sogar als falscher Freund einem ihrer Bekannten vorgestellt, um intime Details über sie zu erfahren. Anna ist schockiert! Anknüpfende Themenbereiche neben „Medien und Medienwirklichkeiten“ sind darüber hinaus „Dimension Mensch“, „Ich und andere“, „Freiheit und Verantwortung“ sowie „Werte und Normen in der medial vermittelten Welt“. DVD mit Arbeitsmaterialien.



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Wie die Digitalisierung unsere Arbeitswelt verändert


Unterrichtsfilm von D. Knapp / G. Plaetschke | WBF Medien | Deutschland 2018 | 17 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Die Erwerbsarbeit macht in der Regel nicht nur einen erheblichen Teil unserer Zeit, sondern auch unserer Identität aus. Der Beruf hat in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert und eine große individuelle Bedeutung. Doch die Arbeitswelt unterliegt einer ständigen Veränderung. Ob im Büro, in der Fabrik, auf dem Acker, im Pflegeheim oder im Operationssaal: Tätigkeiten, die bisher von Menschen ausgeführt wurden, können jetzt von intelligenten Robotern und „smarten“ Assistenten übernommen werden. Auf der anderen Seite entstehen auch neue Berufsbilder für Menschen, wie „Digitale Nomaden“ und „Clickworker“, ohne feste Arbeitsorte oder -zeiten. Nicht nur Schüler*innen an Berufsschulen sollten die neuen Entwicklungen und die damit verbundenen Chancen und Risiken der Digitalisierung kennen. Daraus lassen sich ihre Möglichkeiten zur Mitgestaltung und Teilhabe an der zukünftigen Arbeitswelt entwickeln. Die DVD enthält didaktisches Zusatzmaterial.



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Fake News?! Informationskompetenz in der digitalen Welt


Unterrichtsfilm von André Rehse | FWU | Deutschland 2017 | 19 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

„Fake News“ – der Begriff ist in der letzten Zeit in aller Munde. Was genau ist damit gemeint und wo liegen die Absichten und Gefahren? Insbesondere Jugendliche informieren sich häufig in sozialen Netzwerken oder Blogs über aktuelle Ereignisse. Dabei stoßen sie auch auf sogenannte Fake News. Im Film wird vermittelt, was Fake News, Social Bots und Echokammern sind, wie das Prinzip funktioniert und wer davon profitiert. Woran kann man Fake News erkennen und wie kann man sich vor Manipulation schützen? Die Beschäftigung mit diesen Fragen und Phänomenen soll dazu beitragen, die Medien- und Informationskompetenz der Schüler*innen, besonders im Hinblick auf digitale Medien, zu erweitern. Die DVD enthält didaktisches Zusatzmaterial.




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Wenn Sand und Steine erzählen könnten: Jesus


Fünf Animationsfilme von Andreas Bleiholder / Markus Müller | Ev. Medienhaus Stuttgart | Deutschland 2012 | 28 Minuten | geeignet ab 8 Jahren

In dieser Produktion des Ev. Medienhauses Stuttgart werden Jesu Leben und Taten „ver-ortet“. Der Archäologe Simon, eine Trickfilmfigur, zeigt Stätten, an denen Jesus wirkte. In die Filme verwoben werden Fotos von Jörg Zink, denen etwas Zeitloses anhaftet. Wir sehen die Geburtskirche in Bethlehem, hören von Johannes dem Täufer, sehen die Dörfer, in denen Jesus Wunder vollbrachte und wo er am See Genezareth auf seine ersten künftigen Jünger traf. Sowohl der Filmkommentar als auch die Bilder verbinden unterschiedliche Episoden aus den Evangelien mit der erforschten Historie.  Die Produktion enthält umfangreiches Zusatzmaterial.

 

 

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Jesus liebt mich


Spielfilm von Florian David Fitz | Matthias Film / kfw | Deutschland 2012 | 100 Minuten | geeignet ab 12 Jahren 

Frei nach dem gleichnamigen Roman von David Safier ist dieser Film eine „Jesus-Komödie“. Die Erfahrung zeigt, dass der Film – trotz oder vielleicht gerade aufgrund eines leichten, oft klamaukartigen Tonfalls – im Einsatz mit Jugendlichen Gesprächsanlässe u.a. zu Jesus, als Mensch und als Gottessohn, bietet.

Marie ist Mitte 30 und auf der Suche nach dem „richtigen“ Mann fürs Leben. Da trifft sie auf Jeshua aus Palästina. Er sieht gut aus, kann zuhören und kreist nicht nur um sich selbst. Klingt perfekt. Gut, er ist etwas ungepflegt und wäscht anderen Leuten einfach mal so die Füße. Aber Marie sehnt sich nach Liebe – und die macht bekanntlich blind. Doch als Jeshua immer nachdringlicher seine Mission verfolgt (den nahenden Weltuntergang am nächsten Dienstag vorbereiten) wird Marie ganz langsam klar, in wen sie sich da möglicherweise verliebt hat.

Dem Film ist eine umfangreiche Arbeitshilfe beigefügt. Auch im Aufsatz „Christusbilder im Film Jesus liebt mich“ (Steffen Marklein, Loccumer Pelikan 2/2014) finden sich viele Arbeitsanregungen und theologisch-religiöse Anknüpfungspunkte.

 

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Schnitzeljagd - Mit Christus um die Welt


Dokumentarfilm von Christian Heynen | Matthias Film / kfw | Deutschland 2016 | 190 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

Ein für Kinder einzigartiger Blick auf die Vielfalt christlichen Glaubens. Hautnah begegnen die Moderatoren Ben und Amy dem Boom des Christentums in Afrika und Südamerika: Während Ben in Nigeria eine "Megachurch" erkundet, deren Gottesdienste jeden Sonntag eine Viertelmillion Gläubige besuchen, erlebt Amy in Sao Paulo die riesige Straßenparade „Marcha Para Jesus“. Beide erfahren auch ruhige Momente: Ben in der urchristlichen Kommune Nomadelfia, Amy als Novizin in einem rumänischen orthodoxen Nonnenkloster. Beim Papst in Rom, beim Reformationsfest in Wittenberg, beim Bundesladenfest in Äthiopien und an der Grabeskirche in Jerusalem tauchen sie so weit in die Geschichte ein, wie es Kindern das Verständnis des christlichen Glaubens heute erleichtert. Animationen visualisieren und ergänzen in der Reportage-Reihe historische und biblische Ereignisse sowie theologische Begriffe. Kinderporträts zeigen, dass auch heute junge Menschen weltweit zum christlichen Glauben finden. -

DVD 1: Von Rio nach Lagos bzw. Rom  - Von Rom nach Rio, von Afrika nach Europa - 

DVD 2: In einer Favela bei Rio. Auf Luthers Spuren. Alte Kirchen -  Finale – aus Rumänien und Äthiopien ins Heilige Land

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Wer war Jesus - eine Spurensuche


Dokumentarfilm von Charlotte Magin | kfw | Deutschland 2014 | 29 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Lange Haare, Bart und hagerer Körper – dieses Bild von Jesus hat sich über die Zeit verewigt. Ob er wirklich so aussah, weiß niemand. Belegt ist nur: Jesus hat es gegeben. Wie konnte die Botschaft dieses Mannes ihn über 2000 Jahre überleben? Ein zentraler Punkt ist die Gottes- und Menschenliebe. Wie ist dieser Glaube heute lebendig? - ZDF-Reihe "God´s Cloud"


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Der Junge und die Welt


Animationsfilm von Alé Abreu | Bundesverband Jugend und Film | Brasilien 2013 | 80 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

Ein kleiner Junge begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. Er folgt seinem Vater, der seine Familie verließ, um in der Stadt Arbeit zu finden. Die Welt, in die der Junge sich beherzt wagt, steckt voller Wunder und Schrecken. Die Lust des Jungen am Schauen und Entdecken ist riesig. Der Film beschreibt auf besondere Weise den Konflikt zwischen Arm und Reich, Land und Stadt, indigenen Einwohnern und Weißen, Handarbeit und industrialisierter Arbeit – durch das Drunter und Drüber der Stadt vernimmt man den Herzschlag der Menschen wie einen Song.

Der Film verbindet gekonnt Zeichnung, Musik und Geräusche und schafft es dabei, eine Geschichte ohne Dialoge zu erzählen.

Arbeitsmaterial im ROM-Teil


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Am Tag als Saida zu uns kam


Bilderbuchkino von Susana Gomez Redondo und Sonja Wimmer | Matthias-Film | Deutschland 2016 | 8 Minuten | geeignet ab 5 Jahren

Mitten im Winter kommt Saida an. Traurig und ohne ein Wort steht sie da. Das Mädchen, das ihre Freundin werden will, beginnt zu suchen. Überall forscht sie nach Saídas Wörtern: unter Tischen und zwischen Buntstiften, in Manteltaschen und Heften. Erst als sie versteht, dass Saída ihre Sprache nicht verloren hat, sondern mit ihren Wörtern in diesem fremden Land nichts anfangen kann, beginnen die Mädchen mit dem Tauschen: fremde Wörter gegen eigene, neue Laute gegen vertraute, Schriftzeichen, die wie Blumen aussehen, gegen Buchstaben aus Balken und Kreisen. Über diesem Hin und Her vergeht der Winter und als die Mandelbäume blühen, sind sie Freundinnen, jede reicher durch die Welt der anderen. Poetische Bilder erzählen von der Begegnung zweier Kinder aus verschiedenen Kulturen, die forschend und spielend Fremdes zu Eigenem machen.

Das Bildbuchkino bietet in dieser Form drei unterschiedliche Zugänge eine Geschichte zu erzählen: Buch, Film sowie einzelne Bilder.

Arbeitsmaterialien im ROM-Teil


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Arche Noah - Kinder erzählen eine biblische Geschichte


Dokumentarfilm von Bob Konrad, Ulrike Licht, Anja Penner| Evg. Medienhaus Stuttgart | Deutschland 2012 | 11 Minuten | geeignet ab 6 Jahren

Berliner Grundschüler erzählen die biblische Geschichte von der Arche Noah und illustrieren sie. Aus den Bildern entstehen durch Legetrick kleine Filmsequenzen. Die Kinder setzen in ihrer Arche-Noah-Geschichte eigene Akzente. Hier wird eine Form des Erzählens mit einer besonderen Form der Erschließung der biblischen Geschichte und der Erarbeitung der Botschaft verbunden. So müssen die Kinder bei jedem Schritt – ob beim Malen, Gestalten oder Animieren –  entscheiden, was Ihnen wichtig ist und wesentlich erscheint, welche Figuren vielleicht mehr Bedeutung haben als andere und was mit der Geschichte in ihrer Erzählung vermittelt werden soll. Dass Gott es gut mit uns meint, ist die Quintessenz der Jungen und Mädchen in ihrer Arche-Noah-Geschichte.  


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Filmanalyse


Dokumentarfilm von Tobias Martin | FWU | Deutschland 2017 | 34 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Filme erzählen Geschichten. Und Filme jeglicher Art und Länge gehören zum täglichen Erfahrungshorizont. Ob Internet, Fernsehen oder Kino – filmische Medien sind sowohl wesentliche Informationsquelle als auch wesentliches „Erzähl-Medium“. Auch von Geschichten über Religion und Glaube. Filme haben ihre eigene „Sprache“. Sie erzählen und berichten mit visuellen, auditiven und narrativen Elementen. Die aktuelle Produktion vermittelt wichtige Elemente der Filmsprache und regt zur Analyse und Interpretation an. Die Schülerinnen und Schüler verstehen einen Film hier als dramaturgisch vermittelte Narration und können Einsatz und Wirkung medienspezifischer Gestaltungsmittel bewerten. Ein eigenes Kapitel widmet sich der Entstehung von Literaturverfilmungen.


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Gibt es einen Gott? Die Gottesbeweise


Dokumentation | FWU | Deutschland 2015 | 18 Minuten | geeignet ab 15 Jahren

 

 

Theologen und Philosophen haben immer wieder versucht, den Glauben zusammenzubringen mit der menschlichen Vernunft. Alle Ansätze, sich Gott kraft des Verstandes zu nähern, sind dabei abhängig von der Zeit und der kulturellen Erfahrungswelt ihrer Denkväter. Die Produktion beleuchtet Meilensteine in der Geschichte der Gottesbeweise, vom Anselm von Canterbury und Thomas von Aquin über Blaise Pascals und Immanuel Kants hin zum modernen Ansatz Hans Küngs. Komplexe Gedankengänge werden in Legetrick-Animationen anschaulich auf das Wesentliche reduziert. Experten erläutern die Gottesbeweise und ordnen diese in ihren jeweiligen philosophie- und kulturgeschichtlichen Kontext ein. Mit Arbeitsmaterialien im ROM-Teil.

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Woran glauben?


Dokumentation von Eva Achinger und Christiane Miethge | kfw | Deutschland 2014 | 44 Minuten | geeignet ab 13 Jahren

Eigentlich ist die Sache ziemlich klar: Die Kirchen sind leer, die Fußballstadien voll. Genauso wie die Clubs, die Bars, die Yogaklassen. Aber heißt das: Aus, vorbei, der Mensch hat aufgehört zu glauben? Die Wissenschaft sagt: Zumindest ein kleines Eckchen unseres chronisch vernünftigen Kopfs glaubt an etwas – ob nun bewusst oder unbewusst. Irgendetwas hat jeder in seinem Leben, das Halt gibt, Sinn stiftet. Nur, was ist das? Woran glauben wir? Gott, das Higgs-Teilchen, die Liebe? Aus einem Internetblog zum Thema Glauben entstand die Dokumentation. Vorgestellt werden Maria aus Kaufbeuren – die Religiöse, Julia aus Diedorf bei Augsburg – die spirituelle Atheistin, Christian aus Seeg – der Wissenschaftsgläubige und Franziska aus Schlehdorf – die Spirituelle. Die DVD enthält weitere Arbeitsmaterialien im ROM-Teil.

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Diakonie heute: Das Erbe von Wichern und Löhe


Dokumentation von Axel Mölkner-Kappl | FWU | Deutschland 2008 | 26 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

 

 

Diakonie als christlich motivierte Hilfe ist seit Bestehen der Kirche Teil ihres Auftrags. Doch wie sieht diese Hilfe konkret aus? Die didaktische DVD zeichnet das Porträt zweier Männer, die angesichts des Elends ihrer Zeit Konzepte der praktischen Nächstenliebe entwickelten und so zu Gründervätern der Diakonie wurden. Darüber hinaus führt die Produktion den Betrachter in die Räume des Lernens, Lebens und Heilens heutiger diakonischer Einrichtungen und zeigt auf, wo Wicherns und Löhes Erbe bis heute wirksam ist.

Die DVD ist mit Arbeitsmaterialien im ROM-Teil ausgestattet.

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Berufsbilder mit Menschen


Neun kurze Filmbeiträge von Monika Manoutschehri | Ev. Kirche in Bayern | Deutschland 2001 | zwischen 4 und 6 Minuten | geeignet ab 15 Jahren

Informations-DVD der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern über Berufe im Raum der Kirche. Neun Clips wollen informieren und Lust machen auf kirchliche Berufe. Vorgestellt werden folgende Berufsbilder: Kirchenmusiker/in, Erzieher/in, Verwaltungsberufe, Pfarrer/in, Pflegeberufe, Sozialpädagoge/in, Diakon/in, Religionslehrer/in, Religionspädagoge/in.

Grundsätzliche Ausbildungsinfos befinden sich im ROM-Teil.

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Wahrheit


Dokumentarfilm von Nicole Volpert und Jens-Peter Behrend | FWU | Deutschland 2011 | 25 Minuten | geeignet ab 12 Jahren

Was ist eigentlich Wahrheit? Und vor allem: Muss ich immer die Wahrheit sagen? Mit beiden Fragen beschäftigen sich zwei jugendliche Moderatoren, Sabrina und Torsten. Sie diskutieren während einer Busfahrt darüber mit dem bekannten Fernsehmoderator Gert Scobel. Die Ehrlichkeit als moralische Norm und die philosophische Frage nach der Wahrheit bilden die Eckpfeiler der didaktischen DVD. Der Hauptfilm der DVD ist eine Folge aus der Reihe „Nächster Halt...“, einem Fernsehmagazin für Kinder und Jugendliche. Die Schwerpunkte in den Kapiteln: Eine Schulschwänzerin und ihre Lügen – Lügendetektor: Ist Wahrheit messbar? – Flugsimulator: Mit Illusion spielen – Kant: Darf man lügen? – Von Aquin: Was ist Wahrheit? – Habermas: Wahrheit als Konsens.

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Ein kleines Geheimnis


Kurzspielfilm von Martin Krejcí | kfw | Tschechien 2013 | 21 Minuten | mit deutschen Untertiteln | geeignet ab 14 Jahren

Der 15-jährige Tom lädt trotz Verbots der Mutter abends Freundinnen und Freunde zu einer Party ein. Im Verlauf des Abends fällt er von einem Treppengeländer und verletzt sich schwer. Um die Party zu vertuschen, erfindet er eine Lügengeschichte: Er gibt an, von drei Roma-Jungen überfallen und verprügelt worden zu sein. Toms besorgte Mutter informiert die Polizei und das Fernsehen. Die Folgen von Toms Lüge werden immer größer und sind kaum zu bändigen. Die Geschichte verbreitet sich im Fernsehen und im Internet; eine Rockband widmet ihm sogar ein Lied. Nur eine Freundin, die beim Sturz dabei war, kennt die Wahrheit – und drängt ihn, seiner Mutter alles zu erzählen. Tom sucht in mehreren Anläufen das Gespräch mit der Mutter. Der Film endet schließlich mit Toms Worten „Ich muss dir etwas sagen...“

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Strafsache Luther


Dokumentarfilm mit Spielszenen von T. Furch und F. Kröppel | Deutschland 2014 | 45 Minuten | FSK: LEHR, geeignet ab 14 Jahren



Das Doku-Drama „Strafsache Luther“ verlagert den Konflikt zwischen Martin Luther und der Römisch-katholischen Kirche in die Gegenwart. Luther hat ein Smartphone und teilt die Verbrennung der Bannandrohungsbulle über Facebook. Cajetan reist im Auto an, der Ablasshandel wird mit modernsten Werbespots angepriesen und von der Disputation zwischen Eck und Luther wird per Live-Schaltung berichtet. Die Aufzeichnungen der „Strafsache Luther“ beginnen am 31. Oktober 1517 und enden 1521 bei der Verweigerung des Widerrufs auf dem Reichstag zu Worms.

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Reformation


Dokumentation | FWU | Deutschland 2005 | 81 Minuten | geeignet ab 12 Jahren




Die Reformation kennzeichnet nicht nur die tiefgehendste Veränderung der christlichen Kirchen, sondern bezeichnet zugleich eine Zeitenwende, die unsere Geschichte nachhaltig beeinflusst hat. Die DVD bietet ein breites Spektrum an Zugängen zur Reformation in den Kapiteln: Vorgeschichte (Epochenpanorama, Ablass und Reliquien), Reformatoren in Wittenberg (Martin Luther, Phillipp Melanchton), Reformation und Reich (Bildersturm, Bauernkrieg, Bauernaufstände 1524-1525), Calvinismus in Frankreich (Calvin und die Hugenotten in Frankreich, Ausbreitung des Calvinismus in Frankreich, Bartholomäusnacht, Edikt von Nantes) und Spuren der Reformation. Die DVD ist mit dem Erasmus-Euro Media-Siegel 2006 ausgezeichnet. Arbeitsmaterialien sind im ROM-Teil zu finden.

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Wer schlug die Thesen an die Tür?


Dokumentarfilm von Christiane Streckfuß | Deutschland 2006 | 26 Minuten | geeignet ab 8 Jahren




Moderator Willi Weitzel begibt sich auf die Spuren Martin Luthers. In Nürnberg trifft er ein Ehepaar, das gemeinsam das Amt des Regionalbischofs ausübt. Dabei stößt Willi auf wichtige Unterschiede zur katholischen Kirche, z.B. beim Thema Pfarramt für Frauen. In Wittenberg besucht er die zentralen Luther-Gedenkstätten, versteht im Rollenspiel das historische Problem mit dem Ablasshandel und erfährt im Lutherhaus viel aus dem Leben des Reformators.

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Fundsache Luther. Archäologen auf den Spuren des Reformators


Dokumentation von Christian Erhard | Matthias-Film | Deutschland 2009 | 45 Minuten | geeignet ab 12 Jahren



Die Dokumentation beschäftigt sich mit den Ausgrabungen in Mansfeld und dem damit verbundenen Forschungsprojekt am Lutherhaus in Wittenberg. Dort kamen spektakuläre Fundsachen der Familie Luther zu Tage. Ab 1525 bewohnte Martin Luther zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern das ehemalige Klostergebäude. Die außerordentlich zahlreichen und vielfältigen Fundstücke erzählen in eindrucksvoller Weise vom Alltag und Arbeiten des Reformators und seiner Familie.

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Die Welt um 1500. Reformation


Deutschland 2013 | 109 Minuten Gesamtdauer | CD-ROM mit Begleitmaterial | geeignet ab 14 Jahren




Der Hauptfilm (25 Minuten) schlägt einen Bogen von den Anfängen der Reformation in Wittenberg über ihre Ausbreitung in ganz Europa. Er veranschaulicht das Ende der einzigen, universalen katholischen Kirche und stellt Luther, Zwingli und Calvin als Reformatoren vor. Die sechs Module der DVD zeigen u.a. die Reformation als Medienereignis, die Städte als Zentren der Reformation und die Spuren der Reformation heute im Vergleich von evangelischem Gottesdienst und katholischer Messe.

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Kleine graue Wolke


Dokumentarfilm von Sabine Marina | Deutschland 2014 | 85 Minuten | geeignet ab 12 Jahren




„An Deinem Himmel ist eine kleine graue Wolke aufgezogen“, sagt der Arzt, als er die Diagnose Multiple Sklerose stellt. Für Sabine Marina fühlt es sich eher wie ein großes, schwarzes Gewitter an, in dem sie unterzugehen droht. Was nun? Die junge Frau beschließt, einen Film über sich und ihre Krankheit zu drehen. Sie trifft andere Betroffene, sucht nach einem Lebensrezept. Dabei stößt sie auf reflektierte, geerdete Menschen. Offen werden Ängste und Schwierigkeiten thematisiert, aber keiner hat dabei das Lachen verlernt. Am Ende ist aus dem Unwetter tatsächlich für Sabine Marina eine kleine graue Wolke an ihrem ansonsten azurblauen Himmel geworden. Ein bewegender Film über eine starke Frau, die sich ihren Lebensmut nicht nehmen lässt.

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Ketchup Kid


Ein Kurzfilm von Patrick Vollrath | Matthias-Film | Österreich/Slowakei 2013 | 20 Minuten | geeignet ab 9 Jahren



Paul hat eine ausgeprägte Vorliebe für Ketchup. Eine völlig unverständliche Leidenschaft für seine Mitschüler, die sich darüber lustig machen. Mal wehrt Paul sich, mal versucht er, sich unsichtbar zu machen. Die Aufmerksamkeit der anderen ist allerdings auch schnell abgelenkt durch Aleksander, den die Mitschüler offenbar noch lieber drangsalieren. Als Paul eines Tages bemerkt, dass Aleksander besonders bedrängt wird, eilt er ihm zur Hilfe. Doch damit ist es um ihn geschehen. Das kann Aleksander wiederum nicht zulassen. Er zückt ein Messer. Während der Rangelei meint er fälschlicherweise, einen anderen Jungen schwer verletzt zu haben und rennt weg. Paul findet ihn schließlich an den Bahngleisen. Im letzten Moment kann er ihn zurückreißen, bevor auch der Zug zum Halten kommt. Als sich beide von dem Schreck erholt haben, stellen sie fest, dass sie nicht einmal wissen, wie der andere heißt. Die Vorstellungsrunde wird flugs nachgeholt und sie spazieren einträchtig zum Abendessen zu Aleksander. Regisseur Patrick Vollrath inszeniert die dramatische Zuspitzung eines Konfliktes in einer schlüssigen Handlungsfolge mit durchaus leisen Tönen und stellenweisem Witz. „Ketchup Kid“ ist ein Film über Individualisten, Mut und Freundschaft.

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Harald


Animationsfilm von Moritz Schneider | kfw | Deutschland 2013 | 7 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

 

 

Harald ist groß. Harald ist stark. Harald räumt einen Preis nach dem anderen bei Wrestling-Wettkämpfen ab. Damit macht er seine Mutter sehr stolz. Gar kein Verständnis hat sie dagegen für die eigentliche Leidenschaft ihres Sohnes: Blumen züchten. Es kommt zum Streit. Haralds Mutter zieht alle Register und stellt ihrem Sohn ein Ultimatum: Entweder er kämpft weiter oder die Blumen müssen sterben. Doch Harald schenkt seiner Mutter kurzerhand eine fleischfressende Pflanze, die seine Mutter flugs verschlingt. Beim nächsten Kampf lässt sich der Wrestling-Star mit einem seligen Lächeln k.o. schlagen. In seinen Siegespokalen wachsen und gedeihen fortan eine Vielzahl von Blumen. Liebevoll gießt Harald auch weiterhin die fleischfressende Pflanze. „Harald“ ist ein Kurzfilm, der zunächst schlicht unterhält und überrascht. Auf den zweiten Blick bietet er durchaus Diskussionsansätze zu Themen wie Rollenverhalten, Mutter-Sohn-Beziehung oder auch Leben in einer Leistungsgesellschaft.

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Das Vorstellungsgespräch


Kurzspielfilm von Genevieve Clay-Smith | Frijus GmbH | Australien 2012 | 12 Minuten | geeignet ab 14 Jahren



Thomas wartet angespannt auf den Beginn seines Vorstellungsgespräches in einer renommierten Anwaltskanzlei. Als ein junger Mann mit Down Syndrom ihn zu sich ins Büro bittet, ist er zunächst irritiert. James Dexter lächelt fortwährend, eine Reihe bunter Plastikfiguren zieren den Besprechungstisch. Anstelle des üblichen Gesprächsbeginns, wird erst einmal mit einer Dose Cola und einer Flasche Wasser angestoßen. Dann geht es flugs weiter mit dem Interview. Plötzlich erscheint der Seniorchef der Kanzlei. Es stellt sich heraus, dass James sein Sohn ist, dessen eigentliche Aufgabe im Servieren von Getränken liegt. Doch James Dexters Art und Weise ein Vorstellungsgespräch zu führen überzeugt schließlich und wird zukunftsweisend. Amüsant erzählt, entwirft der Film eine Vision für ein Miteinander in gegenseitiger Anerkennung von Menschen mit und ohne Behinderung.

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Das Mädchen Hirut


Spielfilm von Zeresenay Berhane Mehari | kfw | Äthiopien/USA 2014 | 99 Minuten | geeignet ab 14 Jahren



„Es gibt Gesetze bei uns und niemand steht über dem Gesetz“, sagt Meaza Ashenafi bestimmt, während sie eine ängstliche Mandantin zu beruhigen versucht. Zeitgleich wird drei Stunden von Addis Abeba entfernt auf dem Land die 14-jährige Hirut entführt und vergewaltigt, um sie nach der dort herrschenden Tradition anschließend zu heiraten. Hirut gelingt die Flucht, wobei sie ihren Peiniger tötet. Ihr droht nun die Todesstrafe. Meaza Ashenafi ist empört und wütend. Die couragierte Anwältin übernimmt den scheinbar aussichtslosen Fall. Es beginnt ein zermürbender Kampf gegen patriarchalische Denkmuster und Jahrhunderte alte Gebräuche. Doch Meaza Ashenafi setzt sich durch und gewinnt den wegweisenden Prozess: Hirut wird freigesprochen.

Der 1996 tatsächlich stattgefundene Fall sorgte für viel Aufmerksamkeit und setzte in Äthiopien ein schrittweises Umdenken in Gang. Mit mehreren Publikumspreisen ausgezeichnet, spielte das äthiopische Drama sich auf verschiedenen Festivals in die Herzen der Zuschauerinnen und Zuschauer. Ein engagierter Film mit einer Botschaft.

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Shopping


Kurzspielfilm von Vladilen Vierny | Methode-Film | Deutschland/Frankreich 2013 | 9 Minuten (OmU) | geeignet ab 12 Jahren



Kurz vor Ladenschluss. Adam geht im Supermarkt einkaufen. Sorgsam addiert der Dreizehnjährige nach jedem Artikel die Summen, um zu schauen, ob sein Geld noch reicht. Doch die Haartönung für seine Mutter sprengt das Budget. Ein Anruf zu Hause klärt sein Problem allerdings nicht. Adam trifft eine Entscheidung: Er steckt die Packung unauffällig ein. Schon fast aus dem Laden, rutscht dem Jungen die Haartönung aus der Hose, direkt vor den Augen des Marktleiters und des Sicherheitsmannes. Jetzt gibt es Ärger. Nach kurzem Gespräch und einem sehr prüfenden Blick auf den sichtlich mit sich ringenden Adam, lässt der Security-Mann den Jungen laufen. Vladilen Vierny erzählt seine Geschichte in atmosphärisch dichten Bildern. Der Film lebt vom ausdrucksstarken Spiel des Jungen, der es ohne viele Worte schafft, überzeugend seine inneren Kämpfe zu vermitteln. Ein kurzer Film, in dem Vieles über Vergebung und Barmherzigkeit steckt sowie die Frage, warum Menschen welche Entscheidungen treffen und wie sie die Konsequenzen tragen.

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Beige


Dokumentarfilm von Sylvie Hohlbaum | kfw | Deutschland 2012 | 15 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

 

 

Trug früher die Oma nur „gedeckte“ Farben, scheint heutzutage der Eintritt ins Rentenalter mit der Farbe Beige verbunden. Ein Blick auf eine rüstige Seniorengruppe genügt – Beige soweit das Auge reicht. Von den Schuhen über die ärmellose Weste mit Taschen bis zum praktischen Hut. Ein buntes Halstuch wirkt dabei geradezu verwegen. Werden wir alle einmal „verbeigen“ fragt sich die Filmemacherin Sylvie Hohlbaum und versucht, das Phänomen zu ergründen. Was sie denn nur hätte, wundert sich ihr in Beige gekleideter Vater. Die jungen Menschen würden doch auch alle das Gleiche tragen: Bedruckte T-Shirts und Jeans. Das sei genauso uniform. Doch Sylvie Hohlbaum will es genau wissen. Kurzweilig und originell spürt sie der Frage nach, ab wann ein Mensch alt ist und welche Bilder in den Köpfen der Menschen über das Älterwerden existieren.

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Sag, wie es ist! Drei Kurzfilme zum Thema "Überleben in Krisen"


Matthias-Film | Dänemark 2015 | insges. 102 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Home sweet home (31 min)

Erik gibt nach außen den liebevollen Vater, der alles im Griff hat. Daheim ist er ein Tyrann, der Gewalt gegen Frau und Kinder ausübt.  

Der Dachboden (29 min)

Rasmus leidet unter der psychischen Erkrankung seiner Mutter. Sein Vater versucht die Erkrankung zu verheimlichen und schottet die Familie dadurch immer weiter ab.

Harte Probe (42 min)

Emmas Vater ist alkoholkrank. Während im äußeren Umfeld alle nach und nach die Krankheit des Vaters erkennen, wird das Thema zu Hause weiter verschwiegen.


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In dem Alter stirbt doch keiner! Umgang mit Tod und Trauer im Schulalltag


Dokumentation von Stefan Frank und Károly Koller | Lilo-Filmverlag | Deutschland 2012 | 95 Minuten | geeignet ab 18 Jahren

 

In dem Alter stirbt doch keiner!“ wendet sich speziell an Schulleitungen, an Krisenteams, an Lehrerinnen und Lehrer - an alle, die sich präventiv mit Trauerfällen und traumatischen Ereignissen auseinandersetzen wollen.

Lehrer, Schüler und Eltern, die selbst Tod und traumatische Situationen im schulischen Umfeld erlebt haben, sprechen über ihre eigene Hilflosigkeit, ihre Ängste und die Reaktionen ihrer Umgebung. Sie erzählen, welche Unterstützung sie gebraucht hätten und welche sie bekommen haben. Auf diese Weise gewähren sie Einblick in ihre persönliche Wahrnehmung und helfen den Zuschauerinnen und Zuschauern, Reaktionen von Trauernden besser zu verstehen. Jeder Gesprächspartner erzählt seine eigene, individuelle Geschichte. Tod durch Unfall, Tod nach langer Krankheit, Selbsttötung bringen je eigene Herausforderungen mit sich und erfordern besondere Bewältigungswege.

Zwei Psychologen, ein Schulseelsorger und eine Fachberaterin für Psychotraumatologie gehen auf die Aussagen der Betroffenen ein und stellen sie in einen größeren Zusammenhang. Der Film begleitet auch eine Gruppe von Lehrern bei einer Fortbildung. Die Diskussionen, die dort geführt werden, eröffnen einen Raum für weitere Reflexionen und zeigen am Verhalten der Teilnehmer die Vielfalt an Reaktionen, die die Konfrontation mit dem Tod auslöst.


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Du bist nicht allein - Christliche Grundgebete


Musik-Bild-Collagen von Vaclav Mucha und Max Kronawitter | Steyl Medien | Deutschland 2016 | 17 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

Die DVD bietet zentrale christliche Gebete und kurze geistliche Impulse. Die Texte sind unterlegt mit meditativen Bildern und Musik.
Folgende Texte sind enthalten:
"Vater unser" (3:15 Min.) / "Ave Maria" (1:30 Min.) / "Ich glaube an Gott" (2:20 Min.) / "Der Sonnengesang" (4:20 Min.) / "Göttliche heilende Energie (2:58 Min.) / "Ich überlasse mich dir" (2:15 Min.).



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Spin oder wenn Gott ein DJ wäre


Kurzfilm von Jamin Winans | kfw | USA 2005 | 8 Minuten | geeignet ab 12 Jahren

Dieser Kurzfilm hat sich inzwischen zwar schon fast zum Klassiker für den Religionsunterricht entwickelt, soll hier aber als Beispiel für einen Film-Schulgottesdienst vorgestellt werden.

Im Film fällt ein DJ vom Himmel, baut seine Plattenteller auf und lenkt den Ablauf der Dinge. Einen schweren Unfall macht er rückgängig, indem er dem verursachenden Ball eine andere Richtung gibt. Doch so einfach ist es nicht: die veränderte Bahn des Balls ruft eine andere Katastrophe hervor. Der DJ braucht mehrere Anläufe und viel Geduld, bis endlich alle Menschen unversehrt und zufrieden sind. Schleunigst macht er sich aus dem Staub.

Der Gottesdienst mit diesem Film wurde zum Abschluss eines Schuljahres gefeiert unter dem Motto „Ferien – Einbruch des Gottesreiches“. Das Praxisbeispiel mit Gottesdienstablauf von Dr. Inge Kirsner ist publiziert in der Ausgabe Nr. 2/2013 der Zeitschrift  „entwurf“.



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I'm muslim, don't panic


Dokumentarfilm von Almut Röhrl / Sabine Hackenberg | DVD complett | Deutschland 2015 | 27 Minuten | geeignet ab 12 Jahren

 

Wie sieht der Alltag junger Muslime hierzulande aus? Der Dokumentarfilm zeigt exemplarisch drei Jugendliche aus Stuttgart, wie sie auch in anderen deutschen Städten zu Hause sein könnten. Die siebzehnjährige, lebhafte Dilara trägt das Kopftuch aus Überzeugung und macht gerade ihr Abitur. Ihr Traumberuf ist Lehrerin. Yusuf besucht die elfte Klasse eines Wirtschaftsgymnasiums. Seine Freizeit verbringt er am liebsten mit gleichgesinnten Kumpels beim Chillen im Jugendhaus oder beim Sport. Die sechzehnjährige Jilan ist mit ihrer Familie aus Syrien geflüchtet. Sie geht in die neunte Klasse einer Werkrealschule, die im Rahmen eines baden-württembergischen Pilotprojekts Islamunterricht anbietet. Alle drei sprechen über Vorurteile, die ihnen begegnen, über Familie, Freundschaften, Glaube und Zukunftswünsche. Die DVD enthält Unterrichtsmaterialien für den Ethik- und Religionsunterricht für die Klassen 7. bis 10.



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Meine Beschneidung


Kurzspielfilm von Arne Ahrens | kfw | Deutschland 2013 | 17 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

 

Wenn es eines gibt, auf das der neunjährige Ümit so gar keine Lust hat, dann auf einen Ausflug mit seiner Familie in die Türkei. Erst recht nicht, wenn es um die Beschneidung geht, die dort auf ihn wartet. Ümit vermisst seine Freunde in Deutschland, findet alle, vor allem seinen Cousin Haluk, blöd und fühlt sich total fehl am Platz. Aber Tradition ist Tradition, und so stellt sich Ümit seinen Ängsten. Aber nicht ohne sein Trikot von Mesut Özil. DVD mit Arbeitsmaterialien im ROM-Teil oder als Onlinemedium.


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Gottes Häuser


Dokumentarfilm von Anna Schreiber | FWU | Deutschland 2016 | 24 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

Burak, Marta und Rufat besuchen miteinander ihre jeweiligen Sakralräume: Moschee, Kirche und Synagoge. Alle drei sind mit ihrem Gotteshaus vertraut, manches ist für sie aber so selbstverständlich, dass ihnen bei der Klärung bestimmter Fragen Experten weiterhelfen. Es werden die Gemeinsamkeiten aufgezeigt und Unterschiede zwischen Synagoge, Kirche und Moschee einander gegenübergestellt. Zu Gast in einem anderen Gotteshaus zu sein, kann - über das Bewusstwerden von Gemeinsamkeiten - helfen, Zugänge zu einer anderen Religion zu finden. Das "Eigene" kann zudem über das jeweils "Andere" neu erfahrbar werden. Die Filmsequenzen zu Moschee, Kirche (kath.) und Synagoge sind einzeln anwählbar. Mithilfe der Bildergalerie lassen sich Einzelelemente der Sakralräume vertiefend behandeln. Die Kirchen-Bilder eignen sich zum Vergleich einer katholischen und einer evangelisch-lutherischen Kirche. Das Arbeitsmaterial enthält u.a. Arbeitsblätter zur Umnutzung von Sakralräumen, zu liturgischen Funktionsorten und zur Geschlechtertrennung in Sakralräumen.

 

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Was glaubst Du? - Der Zusammenschnitt


Dokumentation und Kurzfilme von Medienprojekt Wuppertal | Deutschland 2011 | Gesamtlaufzeit 223 Minuten | geeignet ab 12 Jahren

Dieser Film ist Teil der Reihe "Was glaubst Du? Eine Filmreihe über junge Christen, Muslime, Juden, Hindus, Buddhisten und Nichtreligiöse in Deutschland". Im ersten Film (80 Min.) werden jeweils ein junger Christ, Muslim, Jude, Hindu, Buddhist und Nichtreligiöser mit ihrem gelebten Glauben bzw. Nicht-Glauben im Vergleich porträtiert. Sie berichten von Ihrer Beziehung zu Gott und zum Glauben, von ihrer Religion im Alltag, den Geschlechterbeziehungen, von Zweifeln, der Sinnfrage und den Vorstellungen von Tod und Paradies. Alle Themen sind einzeln als Kapitel auf der DVD anwählbar. Der zweite Film (143 Min.) zeigt eine interreligiöse Diskussion mit sechs Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Glaubensrichtungen zu folgenden Fragestellungen (die auch alle einzeln als Kapitel auf der DVD anwählbar sind): Was glaubst Du? Deine Gründe für den Glauben? Bedeutung und Praxis des Glaubens im Alltag? Bedeutung des Glaubens für Identität und Lebensweise? Zweifel und Glaubenskrisen? Diskriminierungserfahrungen? Legitimation von Gewalt und Krieg im Namen des Glaubens? Reflexion der eigenen Klischees und Vorurteile? Bedingungen und Chancen der Interreligiösität? Religiöse Projekte und Zukunftsplanung?

 

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Knowledge is the beginning - Daniel Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra


Dokumentarfilm von Paul Smaczny | Bundesverband Jugend und Film e.V. | Deutschland 2010 | 115 Minuten | geeignet ab 12 Jahren

Wir müssen die Mauern in unseren Köpfen brechen und einander verstehen, sagt ein junges Mädchen aus Ramallah. So ähnlich würde vermutlich auch der politisch engagierte Dirigent Daniel Barenboim sein Ziel beschreiben. Zusammen mit dem palästinensischen Literaturwissenschaftler Edward Said setzt er sich durch gemeinsame Konzerte jüdischer und arabischer Musiker im Rahmen des von den beiden 1999 begründeten "West-Eastern Divan Orchestra" für eine Annäherung der verfeindeten Volksgruppen im Nahostkonflikt ein. Seit sein enger Freund Said im September 2003 gestorben ist, kämpft er allein dafür weiter und stößt auf Kritik in seinem Heimatland. In dem Orchester spielen junge Musiker aus Israel, den palästinensischen Autonomiegebieten, Libanon, Ägypten, Syrien und Jordanien zusammen. Nach den jeweiligen Probenphasen und Konzertreisen kehren die Jugendlichen in eine Welt zurück, die geprägt ist von Bombenanschlägen und militärischen Übergriffen und in der die Menschen aus den jeweils anderen Ländern meist als Feinde gelten. Es sind große Anspannungen, die sie bei ihrer Arbeit aushalten müssen, denn die politisch verfahrene Situation ist immer präsent und prägt die Diskussionen abseits der Proben. Aber das gemeinsame Ziel schafft eine ganz eigene Form des Dialogs jenseits aller ideologischen Grenzen. Der Filmemacher hat das Orchester von seiner Gründungsphase an begleitet. Er zeigt Auftritte u. a. in Berlin, Sevilla, Tel Aviv und Rabat (Marokko). Die größte Herausforderung war der Auftritt in Ramallah, mit dem der Film endet. Die DVD enthält umfangreiches Begleitmaterial.

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Bei uns um die Ecke - Sechs Kurzspielfilme zum Grundgesetz


Kurzspielfilme von Bernd Böhling | Evangelisches Medienhaus GmbH | Deutschland 2009 | 6 x 15 Minuten | geeignet ab 8 Jahren

Die Fernsehserie will Kindern einige Artikel der Grundrechte als Grundlage von Demokratie und Frieden näherbringen. Im Zentrum der Geschichten stehen Moritz (8) und Linda (14). Deren Eltern und der Großvater betreiben in Halle an der Saale ein Ecklokal. Die Gaststätte, der Kiez und die Schule der Kinder bilden den Rahmen für die sechs Geschichten. Es geht um folgende Artikel des Grundgesetzes: Art. 1 (Die Würde des Menschen ist unantastbar), Art. 2 (Freiheit der Person, Recht auf freie Entfaltung), Art. 3 (Gleichheit aller vor dem Gesetz, Diskriminierungsverbot), Art. 5 (Freiheit der Meinung, Kunst und Wissenschaft), Art. 6 (Schutz der Familie, Aufsichtspflicht), Art. 10 (Brief-, Post-, Fernmeldegeheimnis). In den Kurzspielfilmen geht es um ganz alltägliche Erlebnisse, in denen etwa ein neuer Mitschüler ausgegrenzt wird, weil er sich keine Fußballschuhe leisten kann, Eltern ein Versprechen nicht einhalten, ein Lehrer die Schülerzeitung zensieren will oder eine attraktive Chatbekanntschaft sich als Rollstuhlfahrer entpuppt. Alle Erzählungen verbindet, dass sie mit den Regeln und Normen des Grundgesetzes kollidieren, Konflikte auslösen und die Welt von Moritz oder Linda durcheinander bringen.

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Democracy - Im Rausch der Daten


Dokumentarfilm von David Bernet | Matthias-Film | Deutschland 2016 | 30 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Brüssel im Januar 2012. Die Europäische Union will den Datenschutz an das digitale Zeitalter anpassen. Justizkommissarin Viviane Reding ist zuständig für den Schutz der Bürgerrechte und will den Datenschutz in Europa reformieren, um klare Regeln zu schaffen, damit einerseits die persönlichen Daten der Bürger geschützt sind und auf der anderen Seite die wirtschaftlichen Interessen und Innovationen nicht behindert werden. Um ein solches Gesetz auszuarbeiten wird Jan Philipp Albrecht (MDEP – Grüne) als sogenannter Berichterstatter eingesetzt. Schließlich stellt Albrecht sein ausgearbeitetes Datenschutzpaket auf 220 Seiten vor und die Lobbyisten gehen ans Werk: fast 4.000 Änderungsanträge werden gestellt und müssen bei der Änderung der Gesetzesvorlage bedacht und neu verhandelt werden. Ergänzt wird der Film durch Arbeitsmaterialien im ROM-Teil. Zusätzlich ist auf der DVD der Originalfilm mit 105 Minuten zu finden, aus dem die 30-minütige Kurzfassung stammt.

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Jakarta Disorder - Ist Demokratie möglich?


Dokumentarfilm von Ascan Breuer | sixpackfilm | Österreich 2013 | 87 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Oma Dela lebt im Slum. Wardah ist dagegen eine Intellektuelle und politische Hochaktivistin. Zusammen versuchen die beiden die rechtlosen Armen Jakartas gegen die vielen Zwangsräumungen zu mobilisieren. Statt sich wie üblich während des Wahlkampfes für das Präsidentenamt von den elitären Bewerbern mit Almosen abspeisen zu lassen, wollen sie lieber echte Zugeständnisse an das Wahlvolk sehen: Ihr Forderungskatalog an die Kandidaten umfasst fünf Punkte, die ebenso einfach wie grundsätzlich sind: Arbeit, Wohnen und Bildung für alle, soziale Krankenversicherung sowie formale Anerkennung der informellen Wirtschaft. Sie wollen anderthalb Millionen Menschen dafür gewinnen, einen Vertrag zu unterschreiben. Damit versprechen sie, jenen Kandidaten zu wählen, der die fünf Forderungen wirklich umsetzen mag.Für Oma Dela und Wardah beginnt damit ein Kampf von Haustür zu Haustür. Mit voller Energie stürzen sie sich in dieses rasante Abenteuer und erzielen Erfolge.

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Ich bin dann mal weg


 

Spielfilm von Julia von Heinz | kfw | Deutschland 2015 | 89 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Der deutsche Entertainer Hape Kerkeling steht beruflich zwar auf der Höhe seines Erfolges, doch der dauernde Stress laugt in zusehends aus. Als dann auch noch gesundheitliche Probleme dazu kommen, beschließt er, ein halbes Jahr Auszeit zu nehmen und den alten Jakobsweg nach Santiago de Compostela in Spanien zu wandern. Anfangs noch skeptisch, was er von der Aktion eigentlich für sich erwartet, lernt er auf der Reise die unterschiedlichsten Menschen kennen. Aber vor allem auch sich selber sowie der Religion kommt der Künstler immer näher.

Einzelne Szenen des Films können separat angesteuert werden. Im Bonusmaterial wird auch der Weg vom Buch zum Film thematisiert, denn der Film basiert auf Hape Kerkelings gleichnamigen Reisebericht.

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11 Götter sollt ihr sein - Fußball als Religionsersatz


Dokumentarfilm von János Kereszti | kfw | Deutschland 2016 | 29 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

Sie "pilgern" gemeinsam zu den Spielen, bei internationalen Wettbewerben wie Weltmeisterschaften auch ins Ausland. Für viele Fußballfans sind es längst nicht nur die 90 Minuten auf dem Spielfeld. Die Spieler und auch die Trainer verehren sie wie Heilige. Fußball und Religion haben viele Parallelen. Oder taugt der Sport gar als Ersatzreligion? Die „Liturgie im Stadion“ ähnelt oft der eines Gottesdienstes. Vom Gesang über "Gebete" bis hin zum Glaubensbekenntnis zu seinem Verein. Der Autor des Films hat mit Fans gesprochen, sie ins Stadion begleitet und mit einem gesprochen, der die beiden doch sehr ähnlichen "Welten" kennt: mit dem Frankfurter Stadionpastor Eugen Eckert.

Die DVD enthält Arbeitsmaterialien.

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Religiosität im Alltag


Dokumentation von André Rehse, Sebastian Freisleder | FWU | Deutschland 2012 | 25 Minuten | geeignet ab 14 Jahren

Gott neu entdecken - im ganz "normalen" Alltag? Spielt Gott oder Religion, Glaube im Alltag eine Rolle? Unter dem Aspekt schauen sich drei Jugendliche in dieser Dokumentation Bereiche an, die im Alltag vieler junger Menschen eine Rolle spielen -  Popgöttinnen, Fußballgott, Apple-Jünger. Der Film regt auch zur Diskussion darüber an, was Religion überhaupt ist, wie wir es heute definieren. Die Produktion wird durch umfangreiches Arbeitsmaterial ergänzt..

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"Bis ans Ende der Welt"


Dokumentarfilm von Michael Cencig | kfw | Deutschland 2007 | 44 Minuten | geeignet ab 12 Jahren

Gott neu entdecken - spätestens seit Hape Kerkelings "Ich bin dann mal weg" ist für viele Menschen das Pilgern der Weg der Suche nach - und manchmal eben auch auch der Entdeckung von - Gott. Kaum ein anderer Pilgerweg ist dafür so beliebt wie der spanische Jakobsweg. Auch Ulrich Reinthaler hat sich auf den beschwerlichen Fußmarsch gemacht und schildert in dieser Dokumentation seine Erfahrungen auf diesem beschwerlichen Fußmarsch.

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Und vorne hilft der liebe Gott


Dokumentarfilm von David Kadel | Matthias-Film | Deutschland 2016 | 36 Minuten | geeignet ab 10 Jahren

Gott neu entdecken - vielleicht bei meinem Lieblingsfussballer? Als Fan sammelt man jeden Schnipsel und jede Info über seine Stars, aber fragt man sich, wie sie zu Gott und zum Glauben stehen? David Kadel hat das getan. Er hat sich auf den Weg gemacht und die Profifußballer Anthony Ujah, Daniel Didavi, Elias Kachunga, Roger de Oliveira Bernardo, David Alaba, Sven Schipplock und Trainer-Star Jürgen besucht und interviewt. Sie alle sind tief in ihrem christlichen Glauben verwurzelt, leben ihn tagtäglich und schöpfen aus ihm ihre Kraft. Die Fußballer teilen ihre Gedanken mit den Zuschauern - und bringen so vielleicht manchen Fan zum Nachdenken über seine Beziehung zu Gott.

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Adams Äpfel


Spielfilm von Anders Thomas Jensen | kfw | Dänemark 2005 | 93 Minuten | geeignet ab 16 Jahren


Adams Äpfel – so nennt Ivan, Landpfarrer irgendwo im dänischen Nirgendwo, die Äpfel am kirchlichen Apfelbaum, seit Adam sich die Aufgabe gestellt hat, aus ihnen einen Apfelkuchen zu backen. Der aus dem Gefängnis entlassene gewalttätige Neo-Nazi Adam ist zur Resozialisierung bei Ivan, ebenso wie der arabische Tankstellenräuber Khalid und  Gunnar, Kleptomane, Trinker und Vergewaltiger. Für den Pfarrer Ivan ist das Leben eine Prüfung des Satans. Er hat großes Verständnis für die Sündhaftigkeit des Menschen und ignoriert konsequent alle Verfehlungen seiner Schützlinge. Nur das Gute will er sehen. Als Adam bemerkt, dass sich Ivan über die Tragödien seines eigenen Lebens belügt, will er ihn mit der grausamen Realität konfrontieren. Nach der Lektüre des Buches Hiob versetzt er dem Pfarrer einen theologischen Tiefschlag. Persönliches Leid rühre daher, dass Gott die Menschen hasse. Als Ivan schließlich nach der Diagnose „Gehirntumor“ in eine tiefe Depression fällt, deutet sich ein Wandel bei Adam an. Anzeichen von Reue und Mitgefühl für Ivan, Verantwortungsbewusstsein seinen „Mitstreitern“ gegenüber, Abwendung von alten Überzeugungen. Das stößt bei seinen alten Nazi-Freunden auf wenig Verständnis und gipfelt in einer gewalttätigen Auseinandersetzung, bei der Ivan einen Kopfschuss erhält. Der ihn allerdings – ein Wunder? – nicht tötet, sondern von seinem Gehirntumor befreit. Am Ende arbeiten Adam und Ivan gemeinsam. Der Film ist eine bitterböse Komödie und eine Parabel mit vielen Verweisen auf das Buch Hiob.  Bitte beachten: Der Film ist erst ab 16 Jahren freigegeben.

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